Lerchenau Einsprüche gegen neues Bahngleis möglich

Eigentlich wollte die Deutsche Bahn im Zuge des Neubaus eines elektronischen Stellwerkes in Milbertshofen das stillgelegte Verbindungsgleis, die sogenannte Feldmochinger Kurve, in der Lerchenau zwischen dem Bahnnordring und der Güterverkehrsstrecke in Richtung Feldmoching wieder befahren. Aber: Viele Bewohner des Viertels befürchten eine steigende Lärmbelastung. Jüngst stellte sich nun heraus, dass die Bahn die Kurve vorerst doch nicht reaktivieren wird, sondern "gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt". In diesen Tagen liegen nun dennoch im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren die Unterlagen für den Neubau des Stellwerkes aus.

In den Unterlagen gibt die Bahn dem "Aktionskreis contra Bahnlärm München Nord" zufolge die Prognose ab, dass auf der Güterverkehrsstrecke durch Lerchenau und Feldmoching im Jahr 2025 durchschnittlich 48 Züge am Tag fahren würden, das entspreche mehr als einer Verdoppelung zur offiziellen Zahl von 2011; laut Aktionskreis hatte die Deutsche Bahn schon gegenüber Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) angegeben, dass höchstens 48 Züge auf der Strecke fahren könnten und danach keine Erhöhung möglich wäre.

Auch wenn die Reaktivierung der Kurve tatsächlich in den Unterlagen nicht bearbeitet wird, stellt der wegen der Pläne für die Kurve entstandene Verein im Internet unter www.bahnlaerm-muenchen.de eine Vorlage zur Einwendung zur Verfügung. Das Schreiben muss bis Montag, 19. Dezember, per Brief mit Original-Unterschrift bei der Regierung von Oberbayern oder beim Planungsreferat der Stadt eingegangen sein, schreibt der Verein.