In Leonidas Kavakos’ Bühnen-Persona verschmelzen zwei Persönlichkeiten. Da ist der warmherzige Grieche, in dessen Umarmung Konzertmeister Julian Shevlin beinahe verschwindet. Und da ist der nachdenkliche Geiger, für den Strawinskys Violinkonzert mit seinem gebrochenen Witz und seiner ironischen Schwermut wie gemacht scheint. Beiläufig lässt er die Doppelgriffe blitzen, Triller sprudeln unter seinen Fingern hervor, und die kurze F-Dur-Episode im ersten Satz klingt mit Kavakos’ Charakterisierungskunst wie eine Impression aus der Dorfschenke.
KonzertkritikLeonidas Kavakos' doppelbödiger Humor
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Die Münchner Philharmoniker unter Lahav Shani mit Geiger Leonidas Kavakos in der Isarphilharmonie.
Von Paul Schäufele
