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Lehrerin:Stundenpläne machen

Ute Schmidt-Prior wartet auf die Schüler

"Ich glaube, ich habe eine Lösung gefunden", verkündet Ute Schmidt-Prior. Vor ihr liegt ein beschriebenes Blatt Papier. Eigentlich stehe der Stundenplan schon seit der ersten Ferienwoche, jetzt versuche sie ihn noch zu optimieren.

Schmidt-Prior ist Studiendirektorin und unterrichtet Deutsch und Geschichte. Den Stundenplan erstellt die 46-Jährige zum ersten Mal und freut sich über ihre neue Aufgabe. "Ich habe mich schon immer für pädagogische Themen interessiert, und die Frage, wie man es schafft, dass alle Kinder möglichst viel lernen, beschäftigt mich die ganze Zeit", erzählt sie. Es gebe viele Studien dazu und sie sei gespannt darauf, einiges davon gemeinsam mit ihren Kollegen umzusetzen. Das Wichtigste für einen guten Lernfortschritt seien nämlich die Lehrer. Und der Stundenplan entscheide darüber, wie gut es den Lehrern geht und wie viel Zeit diese in die Kinder investieren können. Die Schüler seien auch das, worauf sie sich am meisten freue, erzählt die Lehrerin. "Wir hatten im Vorfeld viel Kontakt zu Eltern und potenziellen Schülern und ich bin gespannt, welche Kinder jetzt wieder auftauchen", erzählt Schmidt-Prior.

Sie schaut sich kurz um. Das Schulgebäude finde sie wunderbar, "es ist halt nur noch nicht fertig", sagt sie. Der Raum ist ziemlich leer, aktuell arbeitet sie noch an ihrem privaten Laptop. Aber sie sei guten Mutes, versichert sie, "das kleine Wunder, das wir brauchen, wird auch kommen". Kurz darauf betreten zwei Männer ihr Büro und fragen, ob sie den Router installieren dürfen.

© SZ vom 04.09.2019

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