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Lehel:Ärger über die Lizenz zum Parkplatzsuchen

Verglichen mit der Monatsmiete von 297 Euro für einen Tiefgaragenplatz am Thomas-Wimmer-Ring ist der Anwohner-Parkausweis fürs Lehel mit 30 Euro jährlich ein Schnäppchen - aber halt auch nicht viel mehr als eine Lizenz zum Parkplatzsuchen. Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel beschäftigt sich regelmäßig mit dem Bürgerwunsch nach mehr reservierter Fläche im bestehenden Lizenzgebiet, sei es in einzelnen Straßen oder gleich im ganzen Viertel.

Die Umwandlung sämtlicher Mischparkbereiche in Bewohnerparkplätze hatte die 2019er-Bürgerversammlung fürs gesamte südliche Lehel gefordert. Eine Vorlage für den Mobilitätsausschuss weist demgegenüber darauf hin, dass es sich "beim Parkraummanagement immer um eine Mangelverwaltung handelt" und die Lizenz keinen Anspruch auf einen Parkplatz schafft. Die Straßenverkehrsordnung erlaubt dabei werktags von 9 bis 18 Uhr maximal 50 Prozent an reinen Bewohnerparkplätzen, zu anderen Zeiten 75 Prozent. Der BA nimmt nun Planungsreferat und KVR bei ihrem Versprechen einer Verbesserung für Anwohner beim Wort und fordert, diese Quote voll auszuschöpfen. Konkret ließe sich demnach die Knöbelstraße auf gesamter Länge in eine Bewohner-Parkzone umwandeln. Bislang existiert eine solche nur östlich der Adelgundenstraße, in Richtung Stadtmitte gilt Mischparken, teils tagsüber, teils rund um die Uhr. Die Liebherrstraße könnte außerdem im Südabschnitt zwischen Länd- und Zweibrückenstraße nur noch tagsüber als Mischparkbereich ausgewiesen werden, abends und nachts soll sie für Bewohner reserviert werden. Details möchte der BA im März oder April mit den Referaten aushandeln.

© SZ vom 25.02.2021 / raj
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