Laxbar Skandinavisches Flair und der hochwertigste Lachs der Welt

Barchef Florian Güttler serviert den feinen Lachs unter einer Räucherkuppel.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Damit wirbt die Laxbar am Oberanger - und serviert dazu passende Cocktails mit Aquavit und Drinks aus der Räucherkuppel.

Von Janina Ventker

Was trinkt man am besten zu Lachs? Klar, Wein geht immer. Aber Cocktails? Auf Gin-Basis? Wodka? Die Antwort findet man in der neuen Laxbar am Oberanger: Aquavit.

Lax ist das schwedische Wort für Lachs - und dieser Fisch wird in der Laxbar ausschließlich angeboten. Zu den 23 Gerichten hat sich Barchef Florian Güttler 23 passende Cocktails ausgedacht. Zum karamellisierten Sashimi unter der Räucherkuppel etwa passt der "Norway Smoki Nation" mit Aquavit und Sanddornlikör (14,50 Euro). Überhaupt, Aquavit: Der skandinavische Kümmelbranntwein steckt hier in vielen Drinks. So ersetzt er in der unblutigen "Nordic Mary" (11,50 Euro) den Wodka. Güttler dörrt zudem eigens Gemüse und Kräuter wie Urkarotten, Ingwer und Dill, um sie später auf den Drinks zu arrangieren.

Bei 'hot smoked Kungsholmen' handelt es sich um ein direkt über dem Feuer gegartes Stück Lachs mit roter Beete, in Dijon-Senf marinierten Kartoffeln und grünem Spargel.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Die Gäste speisen an schlichten Eichenholztischen oder nehmen Drinks an der Bar ein, die sich über den gesamten Raum erstreckt. Die Einrichtung im skandinavischen Stil - Eichenholztische, weiße Bistrofliesen, Messing, Glühbirnenlampen - ist nicht spektakulär, aber stilvoll. Stimmung schaffen die gedimmten Lampen und die vielen Kerzen im Raum. Im Mittelpunkt steht das Essen. Jedoch kommt hier nicht irgendein Lachs auf die Teller.

Geschäftsführer Michael Blanz, 33, Sommelier und Mitbegründer des Herzog, hat sich für seinen neuesten Gastrocoup mit drei Skandinaviern zusammengetan. Einer von ihnen, der Norweger Thomas Haugan, pflegt beste Kontakte zu einer norwegischen Lachsfirma. "Das ist weltweit der qualitativ hochwertigste Zuchtlachs, den man erwerben kann", sagt Blanz. Er werde etwa in den "Nobu"-Restaurants des japanischen Starkochs Nobuyuki Matsuhisa verwendet. Die Lachsgerichte reichen von Sashimi (9 Euro), also rohem Fisch, über Kalt- und Heißgeräuchertes bis zum Lachssteak (19 Euro).

Weitere Laxbar-Filialen in Hamburg, London und New York sollen folgen.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Michael Blanz ist von seiner ersten Laxbar jedenfalls angetan und kündigt schon weitere Filialen auf der ganzen Welt an: Hamburg, London, New York. Bleibt zu hoffen, dass die künftigen Eröffnungen reibungsloser verlaufen: Die Laxbar München hatte eigentlich schon im Mai Eröffnung gefeiert - doch nach nur eineinhalb Wochen gab es einen schweren Wasserschaden im Haus. Erst jetzt folgte die Wiedereröffnung.