Zum 25. Mal in MünchenDie „Lange Nacht der Musik“ feiert „Happy Birthday“ bis zum Abwinken

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Eine Nacht lang „Happy Birthday“: JJ Jones (im silbernen Sakko) lädt alle ein, den Song im Saal X des Gasteig HP8 zu singen, bis ihn keiner mehr hören kann.
Eine Nacht lang „Happy Birthday“: JJ Jones (im silbernen Sakko) lädt alle ein, den Song im Saal X des Gasteig HP8 zu singen, bis ihn keiner mehr hören kann. Münchner Kultur GmbH

Geburtstagslied-Marathon im Gasteig, Amtsgerichts-Chor im Müller’schen Volksbad, Band-Roulette im Riesenrad – das sind die Höhepunkte des „Lange Nacht der Musik“-Jubiläums mit 400 Konzerten an 100 Spielstätten in München.

Von Michael Zirnstein

Die Farben der Langen Nacht der Musik sind diesmal Gold und Silber. Gold wie das Jacket von Günter Grauer, den man eine lebende Münchner Schlagerlegende nennen darf. Und Silber wie das Sakko von JJ Jones, das der silberlockige Showman gerne zum Cowboy-Hut kombiniert. Bei der Präsentation des Programms zum großen Münchner Musikereignis glitzerten die beiden Protagonisten um die Wette, schillernde Persönlichkeiten sind sie sowieso, und sie zeigten, was sie also am Samstag, 9. Mai, zur Langen Nacht beisteuern werden.

Günter Grauer – König-Ludwig-II.-Verehrer und einstiger Faschingsprinz – wird in dem einst von ihm als Münchner Promi-Schlager-Treff gegründeten „Roy“ wieder eigene und fremde Schlager anstimmen und auflegen, so wie er es seit 25 Jahren auch bei der Langen Nacht tut. „Mich hat von Anfang an die Idee fasziniert, verschiedene Künstler und Musikstile zusammenzubringen“, sagt er, „die Lange Nacht verbindet Menschen.“

Dazu passt, was der 1966 in Detroit geborene Musik-Marathonmann JJ Jones mit seinem langlebigen Format „Same Old Song“ im Gasteig HP8  vorhat: Eine Nacht lang lädt er jeden, „der klangvollen Krach“ machen mag, ein, das gute alte „Happy Birthday“ zu singen, zu spielen, in Sketchen zu verarbeiten oder nach Belieben zu interpretieren (man kann sich noch anmelden). Schöner kann man eigentlich nicht gemeinsam zelebrieren, dass die Lange Nacht ihr 25. Mal feiert (und der Gasteig im übrigen 40. Geburtstag gleich mit und die Münchner Verkehrsgesellschaft ihren 150.).

Zum Jubiläum gibt man sich besonders Mühe bei mehr als 400 Konzerten von Pop und Rock über Jazz bis Klassik an 100 Orten von Clubs und 13 Hotel-Bars über Theater und Museen bis hin zu Tanzschulen, Kirchen, Kulturinstituten, Kletterhalle, Musikschulen und besonderen Orten, bewährten und ganz neuen. Den erwarteten 30 000 Nachtschwärmern wollen die alles organisierende Münchner Kultur GmbH und ihre Partner zur 25. Ausgabe auch einige ganz besondere Momente schenken – alles soll glitzern.

Musik wird zum Glücksspiel

Glücksrad: Wer in die Gondeln des Umadum-Riesenrads einsteigt, macht eine Zufallsbekanntschaft mit einem Musiker oder einer Band.
Glücksrad: Wer in die Gondeln des Umadum-Riesenrads einsteigt, macht eine Zufallsbekanntschaft mit einem Musiker oder einer Band. Stephan Rumpf

Bei Konzerten bekommt man nie genau das, was man erwartet. Das ist das Aufregende daran.  Die Lange Nacht weitet das Eintauchen ins Unbekannte auf die ganze Stadt aus, auf 400 Konzerte. Und bei zwei Projekten wird die Idee des Musik-Roulettes auf die Spitze getrieben: Wie im Vorjahr bei der Premiere wird das Riesenrad „Umadum“ im Werksviertel wieder zum Glücksrad: Der Popularmusikbeauftragte des Bezirks Oberbayern, Christoph Schmid, hat wieder 30 Solisten und Gruppen organisiert, die in den Gondeln spielen werden. Wer an der Reihe ist und einsteigt, weiß nicht, was er hören wird, welche Musiker er kennenlernen darf bei einer Umdrehung. Es sollen auch namhafte Bands dabei sein wie Luka Blau oder Emmerich.   Aussteigen bei Missfallen geht nicht, „im schlimmsten Fall muss man nur 15 Minuten überstehen“, sagt der Organisator schmunzelnd. Und im besten Fall genießt man nicht nur Musik vieler Arten, sondern auch den Panoramablick. Bei der Premiere 2025 hat die Aktion allein 3000 Nachtschwärmer angelockt. Um die Zeit in der Schlange zu verkürzen, spielen diesmal zwei Bands auf der Plattform vor dem Umadum für die Wartenden.

Auch die neue „Rollende Bühne“ wird im Werksviertel vor dem Umadum Halt machen (außerdem vor dem Flux bei der Pinakothek der Moderne und auf der Neuhauser Straße). Das ist ein Oldtimer-Unimog, auf dessen Ladefläche die Stimmungsgenies Buck Roger & The Sidetrackers rocken und dann eben weiterrollen werden.

Musik-Roulette: In einem Oldtimer wie diesem VW Käfer des Rollenden Museums kann man sich an eine zufällig ausgewählte Spielstätte chauffieren lassen. Der Taxi-Service ist gratis.
Musik-Roulette: In einem Oldtimer wie diesem VW Käfer des Rollenden Museums kann man sich an eine zufällig ausgewählte Spielstätte chauffieren lassen. Der Taxi-Service ist gratis. Corinna Böck/Münchner Kultur GmbH

Der Oldtimer-Lkw gehört zur Flotte des Rollenden Museums, bekannt von der Langen Nacht der Museen. Die 100 Oldtimer – etwa ein bunt bepinselter VW-Käfer – nehmen erstmals auch bei der Musiknacht Passagiere mit auf eine Reise ins Unbekannte. Start ist stets der Geschwister-Scholl-Platz, der Zufall und die Fahrer dieses „Musik-Roulettes“ entscheiden dann, bei welcher der 100 Bühnen die Gäste abgesetzt werden.

Neue Spielstätten

Haarige Sache: Die Museumslichtspiele zeigen um 20 und 22.15 Uhr den Dokumentarfilm „Iron Maiden: Burning Ambition“.
Haarige Sache: Die Museumslichtspiele zeigen um 20 und 22.15 Uhr den Dokumentarfilm „Iron Maiden: Burning Ambition“. Münchner Kultur GmbH

Die Lange Nacht ist für Entdeckungen konzipiert; umso wichtiger ist es, dass nicht nur bewährte Institutionen dabei sind, sondern auch neue Spielstätten sich hier den Massen vorstellen. Etwa 25 neue Orte sind diesmal dabei, von einigen hat man wirklich noch nicht viel gehört, zum Beispiel dem La Casita Latin Club. Das Salsa-Lokal gibt es erst seit Dezember im Werksviertel, die Macher dahinter allerdings sind schon länger aktiv: Als „Latin Scene“ stellen sie mit Veranstaltungen seit Jahren die lateinamerikanische Kultur in München „authentisch“ dar, wie Toni Seguro erzählt. Jetzt hat man auch einen Club, in dem man Salsa, Bachata, Merengue und mehr tanzen kann, auch in der Langen Nacht mit Live-Band aus Peru.

Diesmal hat es auch das Fat Cat, das alternative Kulturzentrum im ehemaligen Gasteig, geschafft, ein Programm mit vielen seiner im Haus übenden und produzierenden Künstlern auf die Bühnen der Black Box und des Milla Cafés zu bringen. Ob auch die Sportfreunde Stiller oder Blackout Problems dabei sind? Im hauseigenen Jazz-Laden Republik ist auch was los. Und einen sehr besonderen Abend kann man im Indie-Club Live Evil erleben: Matthias Ranner, ein gehörbehinderter Musiker aus München, schafft ein „vibrationales Musikerlebnis“, das dank mächtiger Subwoofer taube und hörende Menschen gleichermaßen in Schwingung und Stimmung versetzt.

Weitere neue Akteure sind die Galerie Weltraum (Elektropop-Duo Schlachtbach), der neue Dallmayer Coffee Club (Songwriter Gregor Hägele), das Wow Museum (Klangkunst von Alligator Gozaimasu und mehr zwischen den Illusions-Exponaten), die Bambi Bar (mit Comedy-Pop von Queeno), das Deutsches Theatermuseum, St. Thomas Morus, Galli Theater, Alten- und Service-Zentrum Haidhausen, Historisches Kolleg (Augsburger Domsingknaben), Museums Lichtspiele (mit einem Heavy-Metal-Film über Iron Maiden), Music Institute München, Nush O Jan, Alpenhof – Osteria Bar Café, Otto 25, Josefa, Platzl Hotel Kreszenz, Marias Platzl, Hotel Republik, Rice Cookie und Wombat’s City Hostel am Hauptbahnhof.

Die größten Spielorte

Die ZAV-Künstlervermittlung der Agentur für Arbeit zeigt wieder, wen sie alles an Bord hat. 2025 gab es hier unter anderem eine Modenschau.
Die ZAV-Künstlervermittlung der Agentur für Arbeit zeigt wieder, wen sie alles an Bord hat. 2025 gab es hier unter anderem eine Modenschau. Stephan Rumpf

Bei den großen Spielstätten der Langen Nacht läuft man  Gefahr, zu versanden wie ein Wal in der Ostsee. Zu umfangreich und spannend ist dort jeweils das Programm, als dass man im Shuttle weiterziehen möchte. Allein der Gasteig HP8, das Ausweichquartier des Münchner Kulturzentrums in Sendling, bietet ein Dutzend Konzerte in vier Sälen und eine Kopfhörer-Disco auf dem Vorplatz. Von Anfang an ist der Gasteig Partner der Langen Nächte, und das freilich auch 2026, wo er das ganze Jahr über selbst runden Geburtstag feiert. „Happy Birthday“ singen daher JJ Jones und seine vielen Mitstreiter in unzähligen, auch skurrilen Versionen im Saal X – open end, „bis keiner den Song mehr hören mag“.  In Halle E hört man den Singer-Songwriter Saguru, den neuen Austropop-Star Mwita Mataro (bekannt aus der Doku „Austroschwarz“ und mit seinem Hit „Austrodrama“) und die Münchner Live-Synthesizer-Helden Ströme. Probensaal und Kleiner Saal sind reserviert für Studierende der Musikhochschule, etwa die Fusion-Jazzer Velvet Phase oder das Drum-und-Bass-Duo Dundo aus Tansania und dem Tessin.

Der Gasteig brummt, auch draußen, wobei man nicht viel hört, denn bei der „Silent Disco“ tanzt jeder mit Kopfhörer.
Der Gasteig brummt, auch draußen, wobei man nicht viel hört, denn bei der „Silent Disco“ tanzt jeder mit Kopfhörer. Münchner Kultur GmbH

Ein großer Player ist stets auch die ZAV-Künstlervermittlung der Agentur für Arbeit. Sie zeigt in ihrem großen Saal, wen sie alles für Konzerte und Shows vermitteln kann: das Polizeiorchester Bayern, einen lebenden Bilderrahmen, die Stelzenläuferinnen The Ladys, den Don Camillo Chor, die Bachelor-Studentinnen der Everding-Akademie, den Bauchredner Magnus Andre oder das „Sha la la“-Mitsingkonzert für alle.

Viel Platz und Programm zum Sitzenbleiben bieten die Theater (siehe weiteren Punkt) und der Akademische Gesangsverein. Im Großen Saal im dritten Stock wechseln sich dessen Big Band, die Kammerphilharmonie, der junge Chor, ein Improtheater und das Sinfonische Blasorchester des Hauses ab.

Viel Platz für die Münchner Symphoniker bietet die Kundenhalle der Stadtsparkasse.
Viel Platz für die Münchner Symphoniker bietet die Kundenhalle der Stadtsparkasse. Münchner Kultur GmbH

Und auch die geräumige Kundenhalle der Stadtsparkasse bietet massig Platz für ein ganzes klassisches Orchester: Unter der Leitung von Chefdirigent Joseph Bastian spielen die Münchner Symphoniker hier erst Beethovens 2. Symphonie (20 Uhr) und dann Brahms’ Erste (21 Uhr). Das Salonorchester verwandelt dann den Schalterraum in einen Konzertsaal.

Theater und Museen

Die Staatsoper öffnet ihre Pforten für die Gäste der Langen Nacht. 2025 machte hier das Opernstudio Programm in den Foyers.
Die Staatsoper öffnet ihre Pforten für die Gäste der Langen Nacht. 2025 machte hier das Opernstudio Programm in den Foyers. Stephan Rumpf

Anders als die Politik schafft es die Lange Nacht der Musik, die Kluft zwischen städtischer und staatlicher Kulturförderung zu überbrücken. „Diese Nacht kennt keine Grenzen“, freut sich sogar Bayerns Kulturminister Markus Blume mit. Der Freistaat lässt bei diesem städtischen Ereignis Technische Universität (mit Big-Band-Battle) und Musikhochschule (Barockmusik und Orgel-Latenight) mitmachen sowie viele seiner Museen und Theater.

Im Staatstheater am Gärtnerplatz zeigt das Ensemble „Highlights“ aus seinem Repertoire. Im Nationaltheater gibt es Verdis „Il trovatore“ (18 Uhr, begrenztes Kontingent an Steh- und Sitzplätzen ab 16.30 Uhr). Weitere Theater sind das Galli (New Orleans Jazz bis Samba), die Iberl-Bühne (Komödie „Larifari“ und Schlager) sowie das Deutsche Theater, die einzige städtische Bühne im Programm, hier wird im Rahmen des Dok-Festes ein Film über das „Wacken“-Festival gezeigt, dessen Gründer ebenso kommen wollen wie musikalische Stars.

Musikalisch kann man auch staatliche Museen erkunden: das Museum ägyptischer Kunst (vier Musiker von Maxjoseph); das Deutsche Theatermuseum, wo Jazz auf „Romeo und Julia“ trifft; und die Staatliche Münzsammlung in der Residenz, wo die Vitrinenlandschaft besonders beleuchtet und von Ambient-Pop von Fallwander  geflutet wird. Und im „Sola“ auf der Dachterrasse der Staatlichen Archäologischen Sammlung singt Nia Wolf ganz modernen Indie-Pop.

Die besonderen Konzerte

Anstoßen in St. Matthäus: Es muss nicht immer Messwein sein. Nach der „Nacht der Apokalypse“ 2025 (Foto) hört man in der Kirche in diesem Jahr Musik von Steinharfe und japanischer Bambusflöte.
Anstoßen in St. Matthäus: Es muss nicht immer Messwein sein. Nach der „Nacht der Apokalypse“ 2025 (Foto) hört man in der Kirche in diesem Jahr Musik von Steinharfe und japanischer Bambusflöte. Stephan Rumpf

Jeder Gast kann kommen, wie er will. Aber viele der Spielstätten putzen sich für die Lange Nacht ganz besonders heraus, zeigen sich einmal im Jahr eben von einer schillernden, ganz anderen Seite. Wie diesmal zwölf Kirchen mit ganz speziellem Programm, exemplarisch seien hier die Erlöserkirche in Schwabing mit Ambient, Neo-Soul und Elektrojazz genannt sowie St. Matthäus, wo Steinharfe und Bambusflöte den Raum erfüllen.

Das Müller’sche Volksbad stellt seinen Badebetrieb ein und lässt wieder Chöre wie Harmunichs, den Bud Spenzer Heartchor und den Chor des Amtsgerichts im hallenden Jugendstilbau singen (die laufwunden Füße dürfen die Gäste ins Wasser baumeln lassen).

In der Alten Presse-Rotation (Bayerstraße 57) lädt der Verband für Pop-Kultur in Bayern (VP.By)   zu einem „Bavarian Showcase“ mit spannenden Gästen aus dem Freistaat, etwa die Neo-NDW-Truppe Udo West aus Eußenheim und Tobias (Folk „mit rollendem r“ aus Niederbayern).

„Die Nowak“ (Zweite von links), hier mit den Begleitern „die Leute aus der Raucherpause“ spielt ihre Chansons mit Punk-Attitüde im Sub.
„Die Nowak“ (Zweite von links), hier mit den Begleitern „die Leute aus der Raucherpause“ spielt ihre Chansons mit Punk-Attitüde im Sub. Philipp Heipeck

Im „Exzellenz-Pop-Pool“ des VP.By war auch schon einmal „Die Nowak“.  Die wunderbare Regensburger Chanson-Pop-Künstlerin ist mit ihren stimmstarken Songs durchaus ein Star der Kleinkunstbühnen und guter Radiosendungen. Sie tritt in der Langen Nacht im Sub auf; das Schwul-Queere Zentrum feiert heuer selbst 40. Geburtstag.

Im Restaurant Schapeau im Hotel Torbräu hört man auch eine bekannte Stimme: Vera Klima, berühmt geworden mit den Klima-Schwestern und ihrem Song „Schwesterherz“, singt hier eigene Stücke und Covers.

Wie 2025 wird auch heuer wieder in der Buchhandlung Lehmkuhl zwischen den Regalen gejazzt.
Wie 2025 wird auch heuer wieder in der Buchhandlung Lehmkuhl zwischen den Regalen gejazzt. Stephan Rumpf

Die Band Wutzdog hingegen kennen viele noch von ihren Rockshows im Ratskeller – nun lassen sie es in der Schänke des Giesinger Bräus rumpeln (Martin-Luther-Straße 2).

Im Salsa Cuba Club (Landsbergerstraße 21b) gibt es auch ein Spezialprogramm mit „musikinspirierten Kurzformaten“ und einem Improtheatermusical von „Rice Cookie Improv“, bei dem das Publikum alles vorgibt.

Wer gerne noch aktiver werden möchte, kann in der Münchner Volkshochschule (Einsteinstraße 28) in einem Kurs mit Erich Sepp Jodeln lernen oder gemeinsam mit anderen auf afrikanischen Djembés trommeln.

Wie organisiert man die Lange Nacht der Musik?

Der Odeonsplatz ist der Knotenpunkt der Langen Nacht. Hier laufen alle vier Buslinien zusammen, hier kann man sich informieren.
Der Odeonsplatz ist der Knotenpunkt der Langen Nacht. Hier laufen alle vier Buslinien zusammen, hier kann man sich informieren. Münchner Kultur GmbH

Was auffällt: Bei jeder Veranstaltung findet man einen QR-Code, der einen im Internet zu mehr Informationen führt und auch zu benachbarten Spielstätten; so kann man sich schon mal vorab im Internet (muenchner.de/musiknacht) treiben lassen durch die Lange Nacht. Die Veranstalter der Münchner Kultur GmbH hängen aber auch noch an ihren 116-seitigen Büchlein zum Durchblättern, wo auch alle Veranstaltungen und die Bus-Routen beschrieben sind. Dort stehen auch Infos zu Barrierefreiheit, die Adressen und die Spielzeiten, die von Spielstätte zu Spielstätte variieren (in der Regel von 20 bis 2 Uhr). Aktualisierungen findet man dann per QR-Code online.

Auch am Infozelt auf dem Odeonsplatz stehen von 12 Uhr an Ansprechpartner bereit, die einem weiterhelfen. Am Odeonsplatz gibt es zum Jubiläum auch eine Besonderheit: eine Bühne, auf der die Sieger des Music Contest von Münchenticket auftreten. Aus 400 Bewerbern haben sich Jannemacher (Mundart-Pop), Sarah Burger (Singer-Songwriterin) und Superior Motive (Britpop) durchgesetzt. Am Odeonsplatz ist auch der zentrale Knotenpunkt der vier Shuttle-Routen, die von 19.30 bis etwa 2 Uhr im Zehnminutentakt zu allen Spielstätten verkehren. Zwischen 1 Uhr und 5 Uhr fahren die Nachtlinien der MVG.

Wieder dabei ist die „Ois is Blue Tram“, die vom Sendlinger Tor über das Isartor zum Deutschen Museum zum Fat Cat bis zum Nationaltheater und über Lenbachplatz und Stachus zurück zum Sendlinger Tor fährt – mit live gespieltem Blues, Folk und Rock.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zur Benutzung der Shuttle-Busse und zum Einlass in allen Spielstätten, es sei denn, es ist vorab eine Reservierung nötig (etwa im Nationaltheater) oder es ist kurzfristig wegen Überfüllung geschlossen. Die Karten kann man bei Münchenticket und anderen Vorverkaufsstellen vorab beziehen. Der Haupt-Veranstalter empfiehlt, sein Bändchen direkt am Abend bei der ersten Spielstätte an der Abendkasse zu kaufen, weil man so die Anbieter direkt unterstütze.

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