Lange Nacht der Museen Tour Innenstadt: Operette mit Wagner

Das Spielzeugmuseum nimmt zum ersten Mal an der Museumsnacht teil.

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Die Party geht zu Ende. Im Deutschen Theatermuseum in der Galeriestraße wird die Lange Nacht der Münchner Museen zum Anlass genommen, sich von der Ausstellung "Von der Welt Anfang und Ende" zum 200. Geburtstag von Richard Wagner zu verabschieden. Im Rahmen der Finissage machen sich Mitglieder der Bayerischen Theaterakademie um 20 und 22 Uhr musikalische Gedanken zum "Ring der Nibelungen" und zeigen unter anderem einen Querschnitt aus Oscar Straus' Operette "Die lustigen Nibelungen".

Im Max-Planck-Haus am Hofgarten führt der Künstler Andreas Kuhnlein ab 19 Uhr durch seine Skulpturenausstellung "Bilder des Menschen". Wer seinen Gang von Tür zu Tür fortsetzen möchte, könnte auch noch im Museum für Völkerkunde in der Maximilianstraße auf einen Caipirinha vorbei- und den Sambatänzern dort zuschauen. Die ganze Nacht steht unter dem Motto Brasilien - so auch der Vortrag von Klaus Schönitzer ab 20 Uhr über die legendären Reisen der Forscher Johann Baptist von Spix und Carl Philipp von Martius nach Brasilien. Wer es eher fernöstlich mag, hat zudem die Möglichkeit, die seit Juni laufende Sonderausstellung über Burma zu besichtigen.

Die Buslinie 91 verkehrt vom Odeonsplatz über die Theresienhöhe zum Marienplatz und bietet die Möglichkeit, unterwegs 35 Museen zu besuchen. Darunter auch das 1983 eröffnete Spielzeugmuseum im alten Rathausturm, das eine einmalige Sammlung historischer Spielsachen aus Europa und Amerika zu bieten hat. Lohnen könnte sich auch ein Zwischenstopp im Stadtmuseum am Sankt-Jakobs-Platz, dort sind nämlich alle Dauer- und Sonderausstellungen geöffnet. Zudem wird den ganzen Abend lang ein buntes Programm mit Musik und Geschichten geboten. So führt etwa Henning Rader von 19.30 Uhr an durch 855 Jahre Stadtgeschichte und erklärt, was warum und seit wann typisch für München ist.