Landtagswahl in Bayern Die tapfere Isabell Zacharias

Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, das sind ihre Werte und die Werte der SPD, darum ist Isabell Zacharias 2001 in die Partei eingetreten.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

2000 Haustüren, 270 Plakate, 40 Infostände, 500 rote Rosen. Und was hat es gebracht? "Ein richtiges Scheißergebnis." Über den Untergang der SPD in Bayern, am Beispiel der Kandidatin aus München-Schwabing.

Von Gianna Niewel

Isabell Zacharias will den Kabelbinder durchschneiden, aber die Klinge des Cutters ist stumpf. Sie drückt. Säbelt. Säbelt fester. Irgendwann reißt er, und das Plakat rutscht den Laternenpfahl herunter.

Die Lyonel-Feininger-Straße in München, Vormittag. Ein halbes Jahr Wahlkampf ist vorbei. Zacharias schaut auf das Plakat, das am Boden liegt, als sehe sie es zum ersten Mal. Es zeigt eine Frau mit kurzen Haaren, eckiger Brille, sie schaut in die Kamera, die Augen strahlen. "Ihre starke Stimme im Landtag", Liste 2, Platz ...

Fünfter sein

In Berlin und München betrachtet die SPD den Totalschaden, der ihren Namen trägt. In dieser Partei geht es nicht mehr um Verluste - sondern um die Frage: Wozu braucht man sie noch? Von Lisa Schnell und Mike Szymanski mehr...