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Landshuter Allee:Granaten in der Wache: Polizei evakuiert sich

Am Samstagnachmittag hat sich die Polizeiinspektion an der Landshuter Allee kurzfristig selbst evakuiert. Gegen 16.10 Uhr bekamen die Neuhauser Beamten nämlich brisanten Besuch: Eine 53-jährige Frau erschien auf der Wache und packte eine 8,8-Zentimeter-Flakgranate und eine Handgranate aus dem Jahr 1914 auf den Tresen. Die beiden Sprengkörper, so berichtete sie, stammten aus dem Nachlass ihres verstorbenen Vaters. Der ehemalige Polizist habe die beiden Militaria 40 Jahre lang als Wohnzimmerdekoration verwendet und sei damit auch schon ein paar Mal umgezogen. Jetzt wollte die Frau die Granaten lieber loswerden.

Den 20 am Samstag diensthabenden Neuhauser Beamten der Inspektion 42 war diese Enthüllung dann doch fürs erste zu explosiv. Sie räumten vorsichtshalber das Gebäude und riefen die Waffen- und Sprengstoff-Spezialisten der Ergänzungsdienst-Abteilung 7 aus dem Münchner Polizeipräsidium zu Hilfe. Die jedoch konnten nach kurzer Zeit Entwarnung geben: Die beiden Granaten waren bereits entschärft worden.