Süddeutsche Zeitung

Zuschüsse:300 Millionen Euro an Corona-Hilfe

Laut IHK erhalten 8000 Betriebe im Landkreis Unterstützung

Von der Corona-Krise betroffene Selbständige, Betriebe und Einrichtungen haben seit Juli im Landkreis München Zuschüsse in Höhe von 300 Millionen Euro erhalten. Nach Zahlen, die der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorliegen, umfasst die Summe der Hilfsprogramme die Überbrückungshilfen I bis III, die Neustarthilfe sowie die November- und Dezemberhilfe. Insgesamt wurden danach knapp 8000 von Betrieben aus dem Landkreis gestellte Anträge bewilligt.

Im Freistaat ist die IHK für München und Oberbayern im Auftrag der bayerischen Staatsregierung für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig. Bislang gingen bayernweit rund 47 Prozent der bewilligten Zuschüsse an Antragsteller aus dem Gastgewerbe, also Hotels, Restaurants, Diskotheken, Bars und Catering-Unternehmen. Mit einem Anteil von rund zwölf Prozent folgen Museen, Theater, Konzertveranstalter, Freizeitparks und Fitnessstudios. Weitere zwölf Prozent der Corona-Hilfen gingen an Betriebe aus dem Einzel- und Großhandel. Im Schnitt lag die Auszahlung im Landkreis München bei rund 37 600 Euro.

"Die Summe unterstreicht die weitreichenden Folgen der Corona-Pandemie für große Teile der Wirtschaft", sagt Christoph Leicher, der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Landkreis München. Die Hilfen deckten dennoch nur einen Teil der pandemiebedingten Kosten und Verluste ab. "Viele Unternehmer und Selbständige, gerade in der Gastronomie, Kultur- und Eventbranche, sind durch die Schließungen in eine existenzielle Notlage gekommen", so Leicher. Branchen wie die Veranstaltungswirtschaft, Tourismus und Gastronomie sowie ihre Dienstleister und Zulieferer seien nach wie vor von Schließungen und Einschränkungen betroffen und daher weiter auf Hilfen angewiesen.

Daher begrüßen die IHK die Verlängerungen der Überbrückungshilfe und der Neustarthilfe bis Ende September. Der Bund sei gefordert, so schnell wie möglich die notwendigen Antrags- und Bearbeitungsplattformen bereitzustellen, damit das Geld schnell ankomme.

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Quelle:
SZ vom 16.07.2021 / SZ
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