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Windpark:Brunnthal schert aus

Gemeinde trägt Windkraft-Pläne im Hofoldinger Forst nicht mit

Brunnthal erweist sich mehr und mehr als Zentrum des Widerstands gegen Windpark-Pläne im Hofoldinger Forst. Der Gemeinderat könnte an diesem Mittwoch, 11. September, sogar einen Ausstieg der Kommune aus der "Arbeitsgemeinschaft Windenergie Hofoldinger Forst" (Arge) beschließen und damit die seit Jahren verfolgten interkommunalen Pläne für einen Windpark torpedieren. Wie zu erfahren ist, hat der Gemeinderat kürzlich seine Zustimmung zu einem Standortsicherungsvertrag verweigert, der mit den Nachbarkommunen Sauerlach, Aying und Otterfing in der Arge ausgehandelt worden ist. Nun steht das Thema auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung.

Nahezu parallel zu den Ankündigungen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), den Ausbau der Windkraft voranzutreiben, wurde kürzlich bekannt, dass die Pläne im Hofoldinger Forst relativ weit gediehen sind. Vier Windräder sind im Gespräch. Der von der Forstwirtschaft intensiv genutzte Wald biete sich dafür sogar an, heißt es von der Energieagentur Ebersberg-München. Dass die Brunnthaler tatsächlich die Arge verlassen, steht nicht fest. Denn die Sorge ist, dass ohne Standortsicherungsvertrag, den die Arge mit den Bayerischen Staatsforsten abschließen würde, Investoren Zugriff auf die Flächen bekommen und noch weiterreichendere Windparkpläne umsetzen.