JugendarbeitLandtag lehnt Sanierungskonzept für Walchensee-Camp ab

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Knapp acht Millionen Euro kostet es, das Walchenseecamp zu modernisieren. Eine Lösung des Problems ist weiterhin nicht absehbar.
Knapp acht Millionen Euro kostet es, das Walchenseecamp zu modernisieren. Eine Lösung des Problems ist weiterhin nicht absehbar. Manfred Neubauer

Der Antrag der Grünen, die Staatsregierung möge die Modernisierung des Freizeitlagers mit zwei Millionen Euro unterstützen, scheitert an der Mehrheit von CSU und Freien Wählern.

Von Stefan Galler, Landkreis München

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Der Plan der Grünen-Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis München ist nicht aufgegangen: Die Unterhachingerin Claudia Köhler und Markus Büchler aus Oberschleißheim hatten einen Antrag eingebracht, um ein Sanierungskonzept für das Walchensee-Camp zu erarbeiten. Dieser wurde jedoch von der Landtagsmehrheit aus CSU und Freien Wählern abgelehnt. Die Einrichtung am Walchensee, die jedes Jahr rund 2000 Jugendlichen aus ganz Bayern naturnahe Ferien ermöglicht, muss dringend saniert werden, der Landkreis München, der das Camp vor mehr als drei Jahren als Pächter übernommen hat, kann die knapp acht Millionen teure Modernisierung derzeit finanziell nicht leisten.

„Das Camp gehört den Bayerischen Staatsforsten. Jugendarbeit und Bildung sind Ländersache – der Freistaat trägt Verantwortung für den Erhalt“, so Claudia Köhler. „Ich verstehe den Geiz einfach nicht, immer wenn es um Jugendliche geht. Es kann nicht sein, dass der Landkreis als Pächter die Kosten weiterhin allein schultern soll.“ Die Abgeordneten hatten anlässlich der zweiten Lesung des Nachtragshaushalts 2025 ihren Änderungsantrag auf zwei Millionen Euro Zuschuss zur Rettung des Camps gestellt – letztendlich erfolglos. Verärgert zeigen sich die Grünen über das Abstimmungsverhalten anderer Abgeordneter aus dem Landkreis. „Wenn selbst die regionalen Abgeordneten die Unterstützung für ein so wichtiges Projekt in ihrem eigenen Landkreis verweigern, dann stellt sich die Frage, welchen Stellenwert für sie Jugendarbeit überhaupt noch hat“, sagt Köhler.

Damit geht die Suche nach einem Investor, der die Freizeiteinrichtung wieder auf Vordermann bringt, in die nächste Runde. Zuletzt hatten der Walchenseeverein als Unterpächter und der Kreisjugendring München-Land eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um zumindest diese Saison zu retten. Es werden Spenden gesammelt und im Rahmen eines Work-Camps Anfang Mai die dringendsten Ausbesserungsarbeiten geleistet, vor allem an Dach und Keller. Eine Dauerlösung ist das aber nicht.

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SZ PlusVon Iris Hilberth (Text) und Manfred Neubauer (Fotos und Videos)

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