Die Suche nach der Unterhachingerin Vanessa Huber im Raum Rostock geht weiter: Seit bekannt geworden war, dass die seit November 2022 vermisste Frau möglicherweise in einem Hotel nahe der Küste gesehen wurde, gibt es weitere Hinweise von Zeugen auf mögliche Aufenthaltsorte. „Die Leute sind sehr sensibel, das möchte ich positiv erwähnen“, so ein Sprecher der Polizei in Rostock am Sonntagvormittag. In den vergangenen Tagen sei man immer wieder über mögliche Sichtungen an verschiedenen Orten informiert worden, die Zahl der Hinweise bewege sich noch im einstelligen Bereich.
Wie der Polizeisprecher betont, nehme man die Hinweise sehr ernst. Allerdings habe sich daraus noch nichts Konkretes ergeben, weil sie leider bisher immer mit Zeitverzögerung eingegangen seien, was eine Suche an den gemeldeten Orten schwierig gemacht habe. Die Auswertung eines Überwachungsvideos aus dem Hotel läuft derzeit noch.
Der Fall beschäftigt die Polizei seit Jahren
Dass die Unterhachingerin sich im Raum Rostock aufhalten könnte, darauf hatten Gäste und ein Angestellter eines Hotels am Meer die Polizei vor wenigen Tagen hingewiesen. Sie waren mit einer Frau ins Gespräch gekommen, die ihnen nach eigenen Angaben seltsam vorkam. Sie sichteten daraufhin die Vermisstenmeldungen der Polizei und stießen dabei auf die Fotos von Vanessa Huber.
Damit nimmt ein rätselhafter Vermisstenfall eine neue und unerwartete Wendung. Vanessa Huber hatte am 5. November 2022 nach einem Streit mit ihrem Ehemann die gemeinsame Wohnung in Unterhaching verlassen und wurde einige Tage später von ihm als vermisst gemeldet. Es folgte eine groß angelegte Suche. Die Polizei schloss ein Gewaltverbrechen zunächst nicht aus, auch der Ehemann der damals 39-Jährigen geriet zwischenzeitlich in Verdacht. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ berichtete zweimal über den Fall, konkrete Hinweise gab es damals allerdings nicht.


