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Verkehr:Umstrittene Studie zu A 99-Parallele kommt

Was sich vor einem Monat im Kreisverkehrsausschuss schon andeutete, wurde nun durch das Votum des Kreisausschusses bestätigt: Obwohl kaum jemand davon ausgeht, dass eine Entlastungsstraße für die Bundesstraße 471 als Parallele zur A 99 jemals gebaut wird, lässt der Landkreis eine Machbarkeitsstudie dazu erstellen. Gegen die Stimmen von Grünen und ÖDP entschied sich die Mehrheit des Gremiums in der Sitzung am Montag in Unterschleißheim zu diesem Schritt.

"Es ist sinnvoll, die Studie zu machen, um die Diskussion darüber geordnet führen zu können und alle Fakten auf den Tisch zu bekommen", sagte Landrat Christoph Göbel (CSU). Die Hälfte der geschätzt 400 000 Euro, die eine solche Untersuchung etwa kosten wird, trägt der Kreis, die andere Hälfte teilen sich die Gemeinden Feldkirchen, Grasbrunn, Haar, Hohenbrunn, Kirchheim und Putzbrunn. Dagegen müssen sich Aschheim, Ismaning, Ottobrunn, Unterföhring und Vaterstetten nicht finanziell beteiligen, weil diese Kommunen nicht im direkten Umgriff einer solchen möglichen Entlastungsstraße liegen.

Bei einigen Kreisräten löste die Entscheidung für die Studie Kopfschütteln aus: "Diese Straße wird nie gebaut, weder Bund noch Freistaat haben sie in ihren Planungen. Wir sind als Landkreis gar nicht zuständig und geben trotzdem 400 000 Euro dafür aus", sagte Grünen-Fraktionschef Christoph Nadler. "Ich freue mich schon auf die Haushaltsdebatten, wenn es dann wieder heißt, dies oder jenes können wir uns nicht leisten."

© SZ vom 21.07.2021 / stga
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