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Verkehr:Tempo 20 an der Schule

Feldkirchen diskutiert über einen sicheren Weg für die Kinder

Von Anna-Maria Salmen, Feldkirchen

Wie kann man den Weg zur Grundschule sicherer für die Feldkirchner Kinder gestalten? In der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag wurden nun die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens vorgestellt, das die Kommunalpolitiker in Auftrag gegeben hatten. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, zwei der empfohlenen Maßnahmen umzusetzen: Zum einen soll von nun an im Bereich der Zeppelin- und der Richthofenstraße sowie im westlichen Teil der Raiffeisenstraße eine Geschwindigkeitsgrenze von 20 statt wie bisher 30 km/h gelten. Um die Regelung besser sichtbar zu machen, soll das Limit auch auf dem Asphalt markiert werden. Zum anderen wird an allen Zebrastreifen an der Zeppelinstraße ein absolutes Halteverbot ausgewiesen und gekennzeichnet.

Wie wichtig diese Maßnahmen seien, betonte Verena Claudi-Weißig (SPD). Als Schulweghelferin erlebe sie mitunter gefährliche Situationen. Gerade morgens seien die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, oft gestresst und würden ohne jede Vorsicht durch die engen Straßen rasen. Parkende Autos erschwerten den Schülern die nötige Sicht, um sicher über die Straße zu gelangen. "Die Kinder sind eben nicht höher als die Autos." Ein Parkverbot in der gesamten Zeppelinstraße durchzusetzen, hielt Michael Schön (Unabhängige Wählervereinigung) nicht für zielführend. Wenn keine Hindernisse durch abgestellte Autos vorhanden seien, könnte man schließlich noch ungebremster rasen, argumentierte er. Seine Fraktionskollegin Sylvia Ritter sah das ähnlich: "Wenn Gegenverkehr kommt, werden die Leute von selber langsamer. Und zwar nicht aus Angst um die Kinder, sondern aus Angst um ihr Auto." Ihrer Ansicht nach könnte eine Verschmälerung der Fahrbahn eine Option sein.

Christian Wilhelm (SPD) plädierte für die Ausweisung eines verkehrsberuhigten Bereichs in den Straßen um die Grundschule. Für Herbert Vanvolsem (CSU) ist erst die vollständige Sperrung eines Abschnitts der Zeppelinstraße für den Autoverkehr eine endgültige Lösung. Ob diese Vorschläge umsetzbar sind, wird die Verwaltung nun prüfen, ebenso den Hinweis von Ulrich Rüßmann (CSU), den Bereich als Mischverkehrsfläche oder gemeinsame Verkehrsfläche ausweisen zu lassen. Auch die Idee von Bürgermeister Andreas Janson (UWV), wechselseitiges Parken in der Zeppelinstraße einzurichten, soll im Feldkirchner Rathaus geprüft werden.

© SZ vom 30.05.2020

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