Feldkirchen:Südumfahrung ist wieder auf dem Tisch

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Der Gemeinderat tritt dem Bau einer 1,6 Kilometer langen Entlastungsstraße näher. Doch es bleiben Fragen zu Finanzierung und Grundstücken.

Von Anna-Maria Salmen, Feldkirchen

Lange Zeit existierte sie nur in den Köpfen vieler Feldkirchner; dass die Südumfahrung tatsächlich kommt, wagten sie kaum noch zu hoffen. Vor rund zwei Jahren nahmen die Planungen jedoch wieder an Fahrt auf, nun werden sie immer detaillierter. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats beschäftigten sich die Mitglieder des Gremiums mit Konkretisierungen des möglichen Trassenverlaufs und der Frage nach den Kosten für den Bau der Straße.

Circa 1,6 Kilometer lang soll die Strecke werden, von der sich die Gemeinde eine erhebliche Entlastung erhofft. Vom Kreisverkehr an der B471 am südlichen Ortsausgang soll sie Richtung Messestadt führen, wo sie schließlich in die Münchner Straße einmünden soll. Drei Untervarianten sind für die Trasse im Gespräch. Sie unterscheiden sich lediglich geringfügig, sind mal gerader, mal kurviger. Alle beinhalten einen Geh- und Radweg auf der Südseite der Fahrbahn. Die Gemeindeverwaltung will sich nun mit dem Staatlichen Bauamt Freising und weiteren beteiligten Behörden darüber austauschen, welche Streckenführung gewählt wird.

Je nachdem, welche Trasse weiterverfolgt wird, schätzt das Planungsbüro Obermeyer die reinen Baukosten auf zwischen 7,6 und 8,1 Millionen Euro. Wer den Bau letztlich finanziert, ist aktuell noch unklar. Grundsätzlich wäre die Gemeinde zuständig, wie Feldkirchens Bürgermeister Andreas Janson (Unabhängige Wählervereinigung) erläuterte. Doch der Landkreis lässt die Südumfahrung in einer Machbarkeitsstudie prüfen - wenn diese zeigt, dass die Straße überörtliche Bedeutung hat, stehen die Chancen gut, dass das Landratsamt die Kosten übernimmt.

In der Vergangenheit scheiterten die Pläne für die Ortsumgehung unter anderem an den Verhandlungen mit den Eigentümern der Grundstücke, über die die neue Straße führen würde. Wie Janson mitteilte, hätten nun bereits neue Gespräche stattgefunden. "Die Eigentümer sind grundsätzlich bereit, den Grund abzugeben." Dennoch bleibt der Bürgermeister vorsichtig in seiner Einschätzung: "Das heißt aber noch nicht, dass sie dann tatsächlich verkaufen."

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