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Verkehr in Hohenbrunn:Hohenbrunn tritt auf die Bremse

Wenn der Landkreis mitspielt, soll im gesamten Ortskern Tempo 30 gelten

Von Stefan Galler, Hohenbrunn

Um den Hohenbrunner Ortskern verkehrssicherer zu gestalten, soll im ganzen Dorf künftig Tempo 30 gelten. Einem entsprechenden Antrag der CSU-Fraktion folgten in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses sämtliche Mitglieder. Damit ist bereits amtlich, dass für die Kirchstockacher Straße vom Bahnübergang bis zur Einmündung in die Dorfstraße künftig die reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzung gilt, hierbei handelt es sich nämlich um eine Gemeindestraße.

"Es freut uns sehr, dass nun auch auf der letzten Gemeindestraße im Dorfgebiet Tempo 30 gilt", sagte Anton Fritzmaier, Vorsitzender der CSU-Fraktion, auf Nachfrage. Nun gehe es darum, das Landratsamt davon zu überzeugen, den Verkehr auch auf der Siegertsbrunner Straße über die Dorfstraße bis zum Pfarrer-Wenk-Platz herunterzubremsen.

Hierbei handelt es sich um Kreisstraßen, deshalb kann Hohenbrunn eine Temporeduzierung lediglich beim Landkreis beantragen. "Ich gehe davon aus, dass das Landratsamt unseren Wunsch unterstützen wird", so Fritzmaier. Die Argumente für eine solche Maßnahme sind vielfältig: Erstens steht dort die Grundschule, vor der aktuell nur ein zeitlich begrenztes Tempolimit gilt. Ein paar Meter daneben hat die Freiwillige Feuerwehr ihre Wache, langsamerer Durchgangsverkehr würde hier die Ausfahrten der Einsatzfahrzeuge erheblich sicherer machen. "Und vor den Ladengeschäften in der Dorfstraße entstehen für Radfahrer und Fußgänger oft wegen des Lieferverkehrs und wegen der parkenden Kunden gefährliche und unübersichtliche Situationen", so Fritzmaier.

In der Sitzung wurde auch ein Antragspaket der SPD-Fraktion zur Verbesserung der Sicherheit für Radfahrer behandelt. Allerdings erwiesen sich einige Vorhaben der Sozialdemokraten als nicht umsetzbar. So ist es laut Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) verkehrsrechtlich weder möglich, eine rote Markierung am Radweg beim Bahnübergang Kirchstockacher Straße anzubringen, noch den Radweg dort zu bevorrechtigen. Zumindest wird dort nun die Tempo-30-Zone etwas ausgeweitet. Im Bereich der Kreuzung B 471/Hohenbrunner Straße dagegen wird der Radweg eingefärbt und ein Verkehrsschild "Vorsicht Radfahrer" aufgestellt.

Noch nicht entschieden haben die Gemeinderäte in der Sitzung des Bauausschusses, ob in der Radwegunterführung am Hohenbrunner Ortseingang wie von der SPD gefordert Verkehrsspiegel angebracht werden, um dort künftig Kollisionen zu vermeiden.

© SZ vom 21.07.2020

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