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Verkehr:Alle Schlaglöcher im Blick

Höhenkirchen-Siegertsbrunn lässt den Zustand der Straßen erfassen

Von Patrik Stäbler, Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn kümmert sich um ein 27 Kilometer langes Straßennetz, und während die Autos an vielen Stellen sanft dahinrollen, wird's mancherorts holprig und ruckelig - wegen Schlaglöchern und Fahrbahnschäden. Wo der Sanierungsbedarf wie groß ist? Eine Antwort auf diese Frage soll nun eine Bestands- und Zustandserfassung geben, für die der Gemeinderat mit großer Mehrheit knapp 20 000 Euro bewilligt hat.

Für die Instandhaltung ihres Straßennetzes gibt die Gemeinde circa 200 000 Euro im Jahr aus. "Bis jetzt geht das ganz klassisch", sagte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD). "Man geht durch den Ort und schaut sich die Straßen an. Oder es kommt ein Zuruf: Da sind Schlaglöcher." In der Folge würden Gelder im Haushalt eingestellt und die Sanierungen nach und nach abgearbeitet, so Konwitschny.

Nun aber soll dies systematisiert werden - mit der Erfassung aller Straßen und ihres Zustands durch ein externes Unternehmen. Dieses wird einmal das komplette Straßennetz abfahren und dabei Aufnahmen mit einer 3-D-Kamera machen, die dann mittels eines Computerprogramms ausgewertet werden. "Die Straßen werden kategorisiert und man hat einen Plan, auf dem man sofort sieht, in welchen Zustand die einzelnen Straßenabschnitte sind", sagte Konwitschny. Anhand dieser Datenbasis lasse sich dann das nötige Budget für den Straßenunterhalt ermitteln und die einzelnen Vorhaben würden priorisiert.

Eine Bestandsaufnahme des Straßenzustands könnte auch der Bauhof machen, gab Manfred Eberhard von den Unabhängigen Bürgern zu bedenken. "Wir sind nicht überzeugt, dass man dafür so viel Geld ausgeben muss." Derweil zeigte sich Dorothee Stoewahse (Grüne) erstaunt, "dass man gleich den ganzen Ort so detailliert untersuchen muss". Die Bürgermeisterin entgegnete, dass ein einmaliges Abfahren aller Straßen sinnvoll wäre - "in Zukunft kann man das dann ergänzen". Ein großer Mehrwert sei zudem, dass die Straßen bei der Befahrung auch vermessen würden. "Dadurch bekommen wir einen guten Blick von oben, wo wir welche Möglichkeiten haben, zum Beispiel beim Aus- oder Rückbau von Gehwegen", sagte Mindy Konwitschny.

© SZ vom 26.05.2021
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