Was Maria Seiß leistet, hat sich bis nach Berlin herumgesprochen. Die Rentnerin aus Haar ist für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement mit der Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Seiß bringt sich seit vielen Jahren in die Hilfe für die Gemeinde Ilembula in Tansania ein, zu der die evangelische Jesuskirche in Haar enge Kontakte unterhält. Auch Geflüchteten in Haar stand und steht sie zur Seite. Die Auszeichnung des Bundespräsidenten war die höchste, die Landrat Christoph Göbel (CSU) kürzlich bei einem Festakt in Aschheim an 20 Bürger überreicht hat.
Die Spenden von Maria Seiß für Tansania stammen aus dem Verkauf selbst genähter, gestrickter oder gehäkelter Handarbeiten. Etwa 2000 handgefertigte Hygienesets für Frauen und Mädchen – inklusive Nähanleitung – wurden von ihr hergestellt und nach Ostafrika geschickt. Als im Jahr 2015 Geflüchtete nach Haar kamen, half sie einer Familie. Für sie seien „Menschen halt Menschen“, unabhängig ihrer Herkunft, sagte Seiß der SZ.
Weitere verdiente Bürger erhielten das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für ihren Einsatz im kulturellen oder sozialen Bereich sowie im Sport. Verdienstmedaillen und Dankesurkunden gab es für kommunalpolitisches Engagement.

