Unterschleißheim:Stark durchs Krisenjahr

Raiffeisenbank München-Nord erhöht ihre Bilanzsumme

Die Raiffeisenbank München-Nord ist im zurückliegenden Geschäftsjahr trotz der Corona-Pandemie um 7,5 Prozent gewachsen und hat ihre Bilanzsumme auf 881 Millionen Euro erhöht. Damit wurden nach Darstellung der Bank mit Hauptsitz in Unterschleißheim die eigenen Erwartungen übertroffen. Es sei gelungen, den Privat- wie auch den Geschäftskunden in einer fordernden Zeit zur Seite zu stehen, ohne selbst in Risiken zu gehen. Die Bank unterhält 13 Geschäftsstellen von München-Moosach bis nach Fahrenzhausen. Der Neubau einer Geschäftsstelle in München-Lerchenau wurde im Oktober 2020 eröffnet. Man setze auf persönliche Beratung, heißt es von der Bank, auch wenn Online-Banking in der Pandemie an Bedeutung gewonnen habe.

Der Vorstand der Genossenschaftsbank hat nun bei der Versammlung der Vertreterinnen und Vertretern die Bilanz präsentiert. Die Bank hat im Wirtschaftsjahr 2020 bei der Kreditsumme die Schwelle von 400 Millionen Euro überschritten und 413 Millionen Euro ausgegeben. Auch Förderkredite in Höhe von vier Millionen Euro wurden der mittelständischen Wirtschaft gewährt. Die Einlagen der Kunden wuchsen um 9,8 Prozent. Das Gesamtergebnis liege nur knapp unter dem des Vorjahres, teilt die Bank mit.

Als besonderen Erfolg wertet die Bank, dass es gelungen sei, das Kreditwachstum von acht Prozent trotz der gestiegenen Anforderungen der Bankenaufsicht für eine Kreditvergabe erreicht zu haben. Die Bank sei in der Corona-Krise als Partner gefragt gewesen. "Für viele kleine und mittlere Betriebe, aber auch Privatleute waren schnelle Kreditzusagen und Tilgungsaussetzungen während der Pandemie von existenzieller Bedeutung, um die akuten Auswirkungen der Corona-Krise durchzustehen, aber auch um langfristig ausgerichtete Investitionen in die Leistungsfähigkeit ihrer Betriebe zu tätigen", heißt es. So habe die Bank durch Stundungen, Firmendarlehen sowie Förderkredite kurzfristig und flexibel dringend benötigte Zahlungsfähigkeit gesichert. Aber das mit Augenmaß. Vorstandsvorsitzender Peter Reischmann: "Als Genossenschaftsbank sind wir keine übermäßigen Risiken eingegangen. Unsere Risikolage ist sehr gut." Die von manchen für die Banken prophezeiten Kreditausfälle oder eine dramatische Erhöhung der Kreditrisikovorsorge sehe man derzeit nicht. Die weitere Entwicklung der Pandemie bleibe allerdings abzuwarten.

Entgegen dem Markttrend von Filialschließungen hat die Raiffeisenbank München-Nord mit dem Neubau der Geschäftsstelle in der Lerchenau nach eigener Darstellung "ein klares Zeichen für persönlichen Kundenkontakt gesetzt". In der Pandemie habe mancher den Wert der Bank vor der Haustür erkannt. Mit 150 000 Euro hat die Bank Vereine, Schulen, Kindertagesstätten, Kirchen, Feuerwehren sowie kulturelle und soziale Einrichtungen unterstützt. Die Vertreter der Bank beschlossen eine Dividende von 3,5 Prozent und entlasteten Vorstand sowie Aufsichtsrat einstimmig. Peter Zimmermann wurde wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

© SZ vom 21.07.2021 / belo
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