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Unterschleißheim:Mangelhafter Bahnhof

Die SPD beklagt fehlende Barrierefreiheit in Unterschleißheim

Ein dickes Minus hat der S-Bahnhof in Unterschleißheim bei der SPD-Kampagne "Bayern barrierefrei" bekommen. Natascha Kohnen, Landtagsabgeordnete und Generalsekretärin der Bayern SPD, ihr Landtags-Kollege Peter-Paul Gantzer und weitere Landkreis-Politiker haben dabei kürzlich auch die Behindertenwerkstätten HPCA in Oberschleißheim besucht. Im Anschluss besichtigte die Gruppe, zu der sich die Vorsitzende des Beirats für Soziales und Familie der Stadt Unterschleißheim, Sybille Bichlmeier, gesellte, die Bahnhöfe in Ober- und Unterschleißheim.

Während der Oberschleißheimer Bahnhof vor einigen Jahren barrierefrei umgebaut wurde, besteht in Unterschleißheim immer noch dringender Handlungsbedarf: Auf der Ostseite zur Robert-Schuman-Straße hin können Rollstuhlfahrer die steile Rampe nur mit Hilfe überwinden. An den steilen, langen Treppen der westlichen Ausgänge St.-Benedikt-Straße und Berglstraße haben Rollstuhlfahrer keine Chance, und auch ältere Menschen, Reisende mit Gepäck oder Eltern mit Kinderwägen tun sich schwer. Allerdings kommt der Umbau nach langem Hin und Her zwischen Bahn und Stadt inzwischen ins Rollen. Die Planungen der Bahn sehen Zick-Zack-Rampen und einen Aufzug am östlichen Bahnsteigende vor, die Stadt wird auf eigene Kosten die Rampen überdachen. Außerdem holt sie derzeit Angebote für einen behindertengerechten Umbau der Westseite ein. Daran, dass die Bahnsteige für Rollstuhlfahrer zu niedrig sind, um ohne Hilfe in die S-Bahn zu gelangen, wird sich aber auch in Zukunft nichts ändern. Denn wegen des Güterzugverkehrs ist in Unterschleißheim eine geringere Bahnsteighöhe erforderlich, im Gegensatz zu Oberschleißheim, wo die Güterzüge auf einem dritten Gleis fahren.

© SZ vom 23.06.2015 / av

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