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Unterschleißheim:Konzept zu 5G-Masten

ÖDP fordert Stadt auf, Vorsorge zu treffen

Der Ausbau des neuen Mobilfunk-Standards G5 in Deutschland rückt näher. Im Süden des Landkreises geht es bereits um die Position von Sendemasten - in Sauerlach hat sich dagegen eine Bürgerinitiative formiert, die einen solchen G5-Masten verhindern will. In Unterschleißheim ist das Thema noch lange nicht so konkret, dennoch will ÖDP-Stadtrat Bernd Knatz seine Kollegen rechtzeitig dafür sensibilisieren. In einem Antrag fordert der Kommunalpolitiker die Stadt auf, keine öffentlichen Grundstücke für mögliche neue Sendemasten zur Verfügung zu stellen, bevor nicht Fragen der Gesundheitsverträglichkeit dieser neuen Mobilfunktechnik geklärt seien. Knatz fürchtet, dass ein dichtes Netz an Sendemasten nötig würde, um überall in der Stadt Unterschleißheim 5G-Empfang herzustellen. "Aber über die Gesundheitsverträglichkeit dieses Sendestandards macht sich kaum einer Gedanken", kritisiert er. Bis heute läge keine Technikfolgenabschätzung für die 5G-Mobilfunkstrahlung vor. Tatsächlich gibt es keine eindeutig gesicherten Erkenntnisse hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit. Knatz fordert deshalb außerdem, dass Unterschleißheim mit Unterstützung unabhängiger Fachbüros ein Mobilfunk-Vorsorgekonzept erarbeiten solle, mit dem Ziel, mögliche Sendemasten-Standorte so zu wählen, dass die Strahlenbelastung minimiert wird. Experten weisen allerdings darauf hin, dass die Strahlung beim Mobilfunk vielfach vom Handy ausgeht, das oft nah am Körper getragen wird.

© SZ vom 12.09.2020 / gna

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