KommunalwahlEhemaliger SPD-Stadtrat tritt für die Linke in Unterschleißheim an

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Bürgermeisterkandidat Alexander Kieslich (Fünfter von links) mit Stadtratskandidaten der Linken.
Bürgermeisterkandidat Alexander Kieslich (Fünfter von links) mit Stadtratskandidaten der Linken. (Foto: privat)

Alexander Kieslich war einst Ortsvorsitzender der Sozialdemokraten und saß sieben Jahre im Stadtrat. Jetzt versucht er mit der Linken ein Comeback – als Bürgermeisterkandidat und Nummer eins der Liste.

Der frühere SPD-Stadtrat Alexander Kieslich strebt mit der Linken in Unterschleißheim ein Comeback an und fordert bei der Kommunalwahl am 8. März gleich den sozialdemokratischen Bürgermeister Christoph Böck heraus. Kieslich ist Spitzenkandidat auf einer Stadtratsliste der Linken und zugleich deren Bürgermeisterkandidat. Der 37-jährige Software-Entwickler ist auch Sprecher der noch losen Gruppierung der Linken in der Stadt. Von 2015 bis 2017 war er Vorsitzender der SPD in Unterschleißheim, von 2013 an sieben Jahre Mitglied des Stadtrats. Bei der Wahl 2020 trat er nicht mehr an.

Kieslich, der in jungen Jahren das Jugendparlament in Unterschleißheim leitete, hat in seiner politisch aktiven Zeit oft bewiesen, dass er für klare linke Positionen steht. Die SPD sei anfangs seine Partei gewesen, sagt er, weil ihm die „soziale Komponente“ und der „Zusammenhalt“ wichtig seien. Doch das habe er irgendwann vermisst und sei wegen der Bundespolitik nach der letzten Stadtratssitzung 2020 aus der Partei ausgetreten.

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Bei der konstituierenden Sitzung des dann neu gewählten Stadtrats im Mai 2020 organisierte Kieslich eine Demonstration vor dem Rathaus, um gegen die mit zwei Stadträten neu im Gremium vertretene AfD zu protestieren. „Wir alle, die für eine offene und bunte Gesellschaft in Unterschleißheim stehen, müssen da dagegenhalten“, sagte er damals. Heute klingt er nicht anders und betont, mit der Linken sich entschieden „gegen populistische Kräfte“ zu wenden, die „die Spaltung unserer Gesellschaft vorantreiben“.

Nach einer Auszeit von ein paar Jahren verspüre er jetzt als Vater mit zwei Kindern wieder das Bedürfnis, politisch aktiv zu sein, sagt Kieslich. Seit Anfang 2025 sei dieser Gedanke bei ihm gereift. Und jetzt wolle er mit der Linken eingreifen, um gerade auch gegen die AfD einen Gegenpol zu bilden. Er sei Teamplayer, sagt Kieslich, es gehe um gemeinsame Ideen der zwölf Kandidaten auf der Stadtratsliste. Man kämpfe für bezahlbares Wohnen und eine sozial gerechte Stadtentwicklung sowie kostenfreie Bildung und Kinderbetreuung.

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