Aus Sicht von Grünen-Stadtrat Bernhard Schüßler muss die Stadt Unterschleißheim nach den jüngsten Hitzewellen dringend handeln. Er pocht in einem Antrag darauf, dass das Rathaus einen lokalen Hitzeaktionsplan erstellt, um als Teil einer übergreifenden Strategie zur Klimaanpassung Bürgerinnen und Bürger vor gesundheitlichen Schäden zu schützen und die Lebensqualität zu wahren. Es müsse sichergestellt werden, dass gesundheitlich Beeinträchtigte im Ernstfall schnelle Hilfe bekommen können. Informations- und Frühwarnsysteme sollten Gesundheitsrisiken vermeiden helfen. Einwohner sollten sich unkompliziert informieren können.
Laut Antrag geht es unter anderem darum, dass das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes flächendeckend genutzt werden kann. Schüßler denkt an ein Verschattungskonzept für den öffentlichen Raum, auch für Bushaltestellen ohne Häuschen. Mithilfe von Dach- und Fassadenbegrünung müsse eine hitzeresiliente Innenstadt angestrebt werden. Auf der städtischen Homepage sei eine Hitzeseite mit Informationen zu schaffen. Das Angebot öffentlicher Trinkwasserspender müsse ausgebaut werden. Letzteres hätten die Grünen bereits beantragt, die Realisierung sei aber ins Stocken geraten.
Bei der Erstellung des Aktionsplans sollte man sich Schüßlers Vorstellung nach an „Handlungsempfehlungen“ des Bundesumweltministeriums orientieren und konkrete Maßnahmen zur Steuerung des Mikroklimas in der Stadt erarbeiten. Der Freistaat unterstütze Kommunen durch eine Toolbox. Von der Hochschule Fulda stamme eine Arbeitshilfe zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans.

