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Unterschleißheim:Anlaufstelle für Senioren

SPD und Grüne fordern einen Versorgungsstützpunkt in der Stadt

Als zentrale Anlaufstelle für alle Themen rund ums Altern fordern SPD und Grüne einen "Versorgungsstützpunkt" für Senioren in Unterschleißheim. Angesichts der demografischen Struktur der Stadt werde sich in den nächsten Jahren "der Beratungs- und Unterstützungsbedarf rapide erhöhen", heißt es in dem von Annegret Harms (SPD) und Lissy Meyer (Grüne) gezeichneten Antrag an den Stadtrat. Diese Stützpunkte sollten "Impulsgeber für die Entwicklung neuer bedarfsgerechter Angebote sein", schreiben die beiden, "und die Vernetzung ehrenamtlicher, nachbarschaftlicher und professioneller Akteure in der Altenhilfe und Seniorenarbeit koordinieren". Dazu solle die Anlaufstelle auch "älteren Menschen im Alltag und in besonderen Problemsituationen beratend zur Seite stehen und ihnen helfen, ihre Lebensqualität zu bewahren".

Konkrete Inhalte sollten etwa Beratung zu Pflege, Leben mit Demenz oder Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sein, die Vermittlung von Begegnungs- und Reisemöglichkeiten oder Kontakten zu Tagespflege, Betreuungsgruppen oder stationären Pflegeeinrichtungen.

Die Einrichtung von Versorgungsstützpunkten wird seit Jahren von der Staatsregierung empfohlen. In Unterschleißheim ist derzeit rund ein Viertel der Bevölkerung älter als 60 Jahre. Fast die Hälfte dieser Senioren lebt allein. Daher wird die Stadt laut SPD und Grünen in den nächsten Jahren, wenn bevölkerungsstarke Jahrgänge in die Rente kommen, "mit einer stark wachsenden Zahl der Alleinlebenden rechnen müssen".