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Unterhaching:Umfrage im Fasanenpark trifft auf große Resonanz

Der bauliche Zustand des Fasanen-Einkaufszentrums (FEZ) erregt offenbar weitaus mehr die Gemüter der Anwohner, als man das im Gemeinderat bislang angenommen hat. Klar wusste man, dass das FEZ schon bessere Tage erlebt hat und dass dringend etwas passieren muss, damit nicht noch mehr Läden leer stehen und der Mittelpunkt des Fasanenparks weiter vor sich hin gammelt. Eine Projektgruppe von Grünen und CSU hatte eine Bürgerumfrage zur Situation des Gebäudekomplexes im nördlichen Ortsteil Unterhachings gestartet und ist nun überwältigt von der Resonanz.

"Wir haben unseren Augen nicht getraut", teilt Grünen-Gemeinderätin Claudia Töpfer mit, nachdem sie gemeinsam mit ihren Parteikollegen Emil Salzeder und Armin Konetschny sowie Franz Felzmann von der CSU haufenweise ausgefüllte Umfragebögen zurückbekam. "Sogar beim Einkaufen werden wir angesprochen", erzählt Töpfer. Sie hätten optimistisch mit 100 Antworten gerechnet, doch "es wurden mehr als doppelt so viele." Vor allem haben die Anwohner nicht einfach Antworten angekreuzt, sondern sich die Mühe gemacht, ausführlich, teilweise seitenweise über den Zustand ihres FEZ geschrieben. Noch sitzen Töpfer und Salzeder an der Auswertung der Bögen. Anfang März wollen sie die aufbereiteten Ergebnisse bekannt geben.

Klar ist allerdings jetzt schon: "Auf vielen Bögen stehen aufmunternde Worte, Lob und Hilfsangebote aus der Nachbarschaft an uns und besonders an die Geschäftsleute, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen großartige Arbeit machen", berichtet Töpfer. Schwer vermisst werde von vielen ein Drogeriemarkt. Sehr kontrovers diskutiert wird die gelbe Ente des Künstlers Wolfgang Flatz. Emil Salzeder hat festgestellt: "Hier schlagen die Emotionen hoch. Diese Kunst am Bau provoziert eindeutig."

© SZ vom 18.02.2021 / hilb
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