Zweiter Standort in AschheimMehr Platz für die Schule der Vielfalt

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In den Pavillon der alten Realschule in  Aschheim (Archivbild) sollen schon im September zwei Außenklassen der Grundschulstufe der Thea-Diem-Schule einziehen.
In den Pavillon der alten Realschule in  Aschheim (Archivbild) sollen schon im September zwei Außenklassen der Grundschulstufe der Thea-Diem-Schule einziehen.
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  • Die Thea-Diem-Schule in Unterhaching erhält zum Schuljahr 2026/27 einen zweiten Standort in Aschheim wegen stark gestiegener Nachfrage.
  • Die Schülerzahl stieg von 86 im Jahr 2020 auf 150 in diesem Schuljahr und wird im nächsten auf 170 anwachsen.
  • Ab 2026/27 gehören alle Kinder mit geistigem Förderbedarf im Landkreis München zum Sprengel der Thea-Diem-Schule.
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Die einzige Förderschule für Kinder mit geistiger Behinderung im Landkreis München, die Thea-Diem-Schule in Unterhaching, soll zum neuen Schuljahr einen zweiten Standort in Aschheim erhalten. Grund dafür ist der deutlich gestiegene Zulauf.

Von Irmengard Gnau, Unterhaching/Aschheim

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Die Thea-Diem-Schule in Unterhaching ist eine „Schule der Vielfalt“, wie das Team stolz auf seinem Internetauftritt schreibt. Das Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ist das einzige seiner Art im Landkreis München – und es wird immer stärker nachgefragt. Das lässt sich an den Zahlen ablesen: 150 Kinder mit einem geistigen Förderbedarf besuchen die Einrichtung in Unterhaching in diesem Schuljahr, 170 werden es im nächsten sein. Zum Vergleich: 2020 waren es lediglich 86 Schülerinnen und Schüler.

Die steigende Nachfrage bestätigt die Arbeit des Teams um Schulleiterin Ricarda Friderichs, bringt aber auch Herausforderungen mit sich: Die Thea-Diem-Schule hat an ihrem jetzigen Standort keinen Platz mehr, um alle Schüler unterzubringen. Der Landkreis München sucht daher nach einer Lösung, das Förderzentrum zu erweitern – und ist dabei offenbar in Aschheim fündig geworden. Dort soll zum kommenden Schuljahr 2026/27 ein zweiter Standort der Thea-Diem-Schule eröffnen.

Möglich wird das, weil die Sankt‑Emmeram‑Realschule Aschheim ihr bisheriges Schulhaus verlässt und einen Neubau auf dem benachbarten, neu geschaffenen Schulcampus Aschheim bezieht. Auch der 2020 errichtete Anbau, der damals ebenfalls wegen erhöhten Platzbedarfs entstand, wird frei. In den eingeschossigen Pavillon mit Holzverkleidung sollen zum kommenden September zunächst zwei Außenklassen der Grundschulstufe der Thea-Diem-Schule einziehen. Zum Schuljahr 2027/28 sollen dann eine weitere Grundschulklasse sowie eine Mittelschulklasse hinzukommen. Die Gemeinde Aschheim hat dem Vorhaben bereits zugestimmt; die Gremien des Landkreises müssen die konkreten Pläne noch beschließen und die finanziellen Mittel für Miete und Einrichtung freigeben.

Warum die Nachfrage nach Schulplätzen im Förderbereich geistige Entwicklung in den vergangenen Jahren so stetig gestiegen ist, sei nicht ganz klar, sagt Schulleiterin Friderichs. Unter anderem beschäftige sich derzeit eine Studie der Universität mit den Hintergründen. Der Trend sei jedoch in der ganzen Region München erkennbar.

Für den Landkreis München dürfte sich die steigende Nachfrage auch durch eine Änderung des Schulsprengels erklären lassen. Bislang haben Schüler aus dem nördlichen Landkreis München zum Teil Förderschulen in der Landeshauptstadt besucht, da einige Kommunen im Landkreis im Förderbereich keinem festen Schulsprengel zugeteilt waren. Nach Angaben des Landratsamts München soll sich das ab dem kommenden Schuljahr 2026/27 jedoch ändern, sodass künftig alle Kinder mit geistigem Förderbedarf zum Sprengel der Thea-Diem-Schule gehören. Unter diesen Voraussetzungen erscheint ein weiterer Standort des Förderzentrums in Aschheim, im Nordosten des Landkreises, besonders sinnvoll – nicht zuletzt, um Kindern aus dem nördlichen Landkreis allzu lange Schulwege zu ersparen.

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