Radverkehr:Unterhaching schon fast im Sattel

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Die Aufnahme der Gemeinde im Netzwerk fahrradfreundlicher Kommunen wird wahrscheinlicher.

Von Patrik Stäbler, Unterhaching

Die Gemeinde Unterhaching strebt eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern an, kurz AGFK. Und die Chancen, in dieses Netzwerk aufgenommen zu werden, stehen gut - so schilderte es Rathausmitarbeiter Sascha Monger im Mobilitätsausschuss des Gemeinderats. Er berichtete vom Besuch der AGFK-Bewertungskommission, die mit Vertretern von ADFC, Verwaltung und Polizei die Situation für Radfahrende in Unterhaching unter die Lupe genommen habe. "Grundsätzlich befürworte die Kommission den Beitritt der Gemeinde", sagte Monger, der im Rathaus das Mobilitätsreferat leitet. "Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Zugleich räumte er ein: "Wir wissen aber auch, dass noch viel Arbeit vor uns liegt."

Positiv bewerteten die ADFC-Experten das große Interesse in Unterhaching am Radverkehr sowie die steigenden Finanzmittel, die in diesem Bereich investiert werden. Auch mit ersten Fahrradstraßen, der Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrende, dem Lastenradverleih im Rathaus sowie den Service-Stationen für Räder konnte die Gemeinde punkten. Bemängelt wurde derweil vor allem zweierlei. Zum einen habe die AGFK empfohlen, dass der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss als politisches Bekenntnis zur Radverkehrsförderung fasst, sagte Sascha Monger. Zum anderen regte die Kommission die Erstellung eines Radverkehrskonzepts an. Genau dies habe die SPD-Fraktion bereits beantragt, erinnerte Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD). Die angestrebte Mitgliedschaft in der AGFK geht derweil auf einen Vorstoß von CSU und Grünen zurück.

"Die Handlungsempfehlungen der Kommission sind umfangreich", sagte Stefan König (Grüne) nach dem Vortrag im Mobilitätsausschuss. "Das sollte sofort angegangen werden." Derweil monierte Peter Wöstenbrink (SPD): "Man müsste mal nachzählen, wie viele Gesamtkonzepte der Gemeinderat schon bestellt hat. Ich würde mir wünschen, dass hier Dinge parallelisiert werden." Worauf Bürgermeister Panzer versicherte: "Das heißt nicht, dass wir die nächsten Jahre nur auf das Radverkehrskonzept warten und nichts tun werden." Schließlich will Unterhaching möglichst bald zur AFGK stoßen, der bayernweit 90 Städte und Gemeinden angehören - darunter auch zehn Kommunen aus dem Landkreis München.

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