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Unterhaching:Neue Heimat für ehemalige Grüne

Gemeinderätinnen Helming und Schubert gehen zu Freien Wählern

Von Iris Hilberth, Unterhaching

Die Anfang der Woche bei den Grünen ausgetretenen Unterhachinger Gemeinderätinnen Christa Helming und Gertraud Schubert haben sich den Freien Wählern angeschlossen. Wie beide am Freitag mitteilten, sind sie der Gruppierung am Donnerstag beigetreten und wollen auch auf deren Liste erneut für den Gemeinderat kandidieren. "Wir werden ab sofort mit Johanna Wießner und Julia Mittermeier in einer Fraktion arbeiten", bestätigt Schubert, betont aber ausdrücklich: "Die Unterhachinger Freien Wähler sind unabhängig von der Partei von Hubert Aiwanger."

Schubert ist überzeugt, dass es in ihrer neuen Fraktion möglich sein werde, "die grünen Ideen weiter umzusetzen". Der Chef der Freien Wähler, der am Donnerstag gewählte Alfons Hofstetter, Sohn des gleichnamigen amtierenden und parteilosen Zweiten Bürgermeisters, sei sehr offen gewesen. Um eine eigene Gruppierung zu gründen, habe die Zeit zudem nicht gereicht. Auch Helming, die Dritte Bürgermeisterin bleiben will, fühlt sich jetzt gut aufgehoben. "Wie der Name schon sagt, sind die Freien Wähler eben frei", begründet sie den Entschluss. Die FW arbeiteten nur auf kommunale Ebene und bekämen keine Order von oben.

Bei den Freien Wählern freut man sich über den Zuwachs. Mit Johanna Wießner und Julia Mittermeier, die von der CSU kam, sind sie nun zu viert im Gemeinderat, haben Anspruch auf zwei Plätze in den Ausschüssen. Vorsitzender Hofstetter findet, dass alle gut zusammenpassten. "Wir sind überparteilich", sagt er. Die Gruppe freue sich über 20 neue Mitglieder in jüngster Zeit. Ob weitere bekannte Namen dabei sind, will er noch nicht verraten. Die Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl sei kurz vor Weihnachten. Die Grünen sind von den Wechseln nicht überrascht. Ihre Vorsitzende Claudia Köhler sagt: "Das müssen sie selbst wissen. Erst auf der Grünen-Liste antreten und später mit dem Mandat zu den FW gehen."

© SZ vom 09.11.2019

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