Die Unterhachinger CSU schickt wie erwartet Korbinian Rausch ins Rennen ums Bürgermeisteramt. Bei der Nominierungsversammlung seines Ortsverbands wurde der 32-Jährige als einziger Bewerber mit 95 Prozent der Stimmen zum Kandidaten für die Abstimmung im März 2026 gewählt. Dann wird Rausch versuchen, den Chefsessel im Rathaus erstmals nach 26 Jahren wieder für seine CSU zu erobern. Seit 1990 stellt die SPD in Unterhaching, der zweitgrößten Gemeinde im Landkreis München, den Bürgermeister – aktuell in Person von Wolfgang Panzer, der den Posten jedoch nicht erneut anstrebt, da er für die Sozialdemokraten im kommenden Jahr als Landrat kandidieren will.
Somit wird Unterhaching einen neuen Rathauschef oder eine neue Rathauschefin bekommen. Ihre Hüte in den Ring geworfen haben bislang der Münchner Rechtsanwalt Daniel Schön für die SPD, Gemeinderätin Johanna Zapf für die Grünen und Andreas Büchele für die Freien Wähler. Erwartet wird, dass auch die FDP noch einen Kandidaten benennt; zudem könnte die AfD erstmals einen Bewerber oder eine Bewerberin ins Bürgermeisterrennen schicken.
Korbinian Rausch jedenfalls, dessen Nominierung im Beisein von Landrat Christoph Göbel, dem Bundestagsabgeordneten Florian Hahn und der Landtagsabgeordneten Kerstin Schreyer (alle CSU) erfolgte, gibt sich mit Blick auf die Wahl am 8. März „sehr zuversichtlich“, wie er betont. Er sei in Unterhaching aufgewachsen, habe sein ganzes Leben hier verbracht und engagiere sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Ort, betont Rausch. „Die Gemeinde liegt mir als Heimat unglaublich am Herzen. Deshalb ist es nur folgerichtig und konsequent, dass ich mich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stelle.“
Die Nominierungsversammlung hatte die CSU im ganzen Ort mit Plakaten angekündigt – darauf der Slogan: „Wer machts?“ Die blauen Aushänge ließen dabei nicht nur einen Apostroph vermissen, sondern legten auch eine falsche Fährte. Schließlich waren darauf nur eine männliche, aber gleich zwei weibliche Silhouetten abgebildet, was den Verdacht nahelegte, die Partei könne – wie 2020 in Renate Fichtinger – erneut auf eine Bürgermeisterkandidatin setzen. Tatsächlich fiel die Wahl aber auf den allseits favorisierten Korbinian Rausch, der seit 2019 im Gemeinderat sitzt, dort Fraktionschef ist und obendrein an der Spitze des CSU-Ortsverbands steht.
Im Wahlkampf wolle er sich besonders für den Austausch und die Förderung der örtlichen Vereine einsetzen sowie um die Unternehmen in Unterhaching kümmern – „eine Gruppe, die ich bislang vernachlässigt sehe“, so der 32-Jährige. Zudem werde sein Fokus auf dem dringend benötigten Ausbau der Infrastruktur in der Gemeinde liegen. Konkret habe er etwa die Kreuzung von Schul- und Hauptstraße vor dem Kubiz im Blick, sagt Rausch. „Das ist ein Punkt, wo wir dringend was tun müssen.“

