Es ist fast schon ein kleiner Gemeinderat der Zukunft, der sich an einem Nachmittag in Unterhaching zum Interview trifft. Fünf junge Menschen – vier Frauen und ein Mann – haben sich um den Tisch versammelt, alle sind Neulinge in der Kommunalpolitik, allein die Namen sind altbekannt. Denn Vater, Mutter oder Großvater haben bislang die Arbeit im Gemeinderat in ihrem Heimatort oder auch im bayerischen Landtag mit geprägt. Auf Platz vier der Liste der CSU kandidiert die Tochter der Landtagsabgeordneten und ehemaligen Ministerin Kerstin Schreyer, die Studentin Corinna Stäblein (20). Für die Grünen möchte der Gymnasiallehrer Tobias Köhler (29), Sohn der Landtagsabgeordneten Claudia Köhler, in den Gemeinderat einziehen. Er kandidiert auf Platz sechs. Die Schülerin Helena Panzer (18) tritt für die SPD auf Listenplatz zwölf an. Sie ist die Tochter des amtierenden Bürgermeisters Wolfgang Panzer und Enkelin des früheren Zweiten Bürgermeisters Volker Panzer. Auch Alfons Hofstetter senior war einst Zweiter Bürgermeister von Unterhaching, sein Sohn Alfons Hofstetter junior ist aktuell Gemeinderat, dessen Tochter Antonia Hofstetter (25), Sozialpädagogin, kandidiert für die Freien Wähler auf Platz zwölf. Lea Mittermeier (24), Managerin im Marketing, ist wiederum die Tochter der langjährigen parteifreien Gemeinderätin Julia Stifter und kandidiert auf deren freien Liste auf Platz fünf.
Kommunalwahl„Ich habe es quasi im Blut“
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Sie wollen die nächste Generation im Gemeinderat werden: In Unterhaching kandidieren fünf junge Menschen auf vorderen Listenplätzen der Parteien. Eines verbindet sie dabei: Sie sind alle Kinder amtierender Politiker und Politikerinnen. Was sie motiviert, welche Ideen sie haben und ob sie von ihren Eltern überredet wurden.
Interview von Iris Hilberth, Unterhaching
