UnterhachingDer Tennisclub darf hoffen

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Gemeinde stellt nach Kündigung des Pachtvertrags klar, dass das bisherige Vereinsgelände eine Sportfläche bleiben muss

Von Iris Hilberth, Unterhaching

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Wenn in diesem Sommer für den Tennisclub (TC) Unterhaching die Saison beginnt, dann hoffen die Verantwortlichen des Vereins, dass es nicht die letzte auf ihrem Gelände an der Ottobrunner Straße sein wird. Der Pachtvertrag wurde den Sportlern vom Eigentümer des Grundstücks vor drei Jahren gekündigt. Bleibt es dabei, gehen dort am 30. September nach 50 Jahren die Lichter in der Halle und an den Tennisplätzen aus. Doch jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache: Der Bauausschuss des Gemeinderats hat am Dienstag beschlossen, die aktuelle Festsetzung des Areals als Sportflächen im Flächennutzungsplan beizubehalten.

Auch will sich die Gemeinde über den Erlass eine Satzung ein Vorkaufsrecht sichern. Stimmt kommenden Woche der Gemeinderat zu, hat der Verein eine bessere Verhandlungsbasis für die Gespräche mit dem Grundstückseigentümer.

Die Gemeinde hatte lange offen gelassen, ob eine Umwidmung der bestehenden Sportfläche für sie in Frage käme. Im Zuge der Ortsentwicklung wollte man im Rathaus bisher nicht gänzlich ausschließen, dass auf dem 22 000 Quadratmeter großen Areal neben dem Friedhof und nahe der Autobahnausfahrt Unterhaching-Ost vielleicht irgendwann einmal eine andere Nutzung möglich sein könnte, etwa die Errichtung eines Gewerbe- oder Wohngebietes. Doch inzwischen hat man sich im Rathaus zu einem klaren Bekenntnis für den Sport durchgerungen. Der Bedarf an Sportflächen in Unterhaching nehme zu, hat die Verwaltung festgestellt. "Alle Sportarten haben regen Zulauf", sagte Bauamtsleiter Stefan Lauszat in der Sitzung, die bestehende Anlage an der Ottobrunner Straße sei sehr stark ausgelastet. Lauszat sprach von einer "galanten Möglichkeit", die Fläche relativ gut zu schützen.

"Allerdings ist und bleibt es ein Privatgrundstück", stellte Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) klar. Die Gemeinde habe zwar versucht, es zu kaufen, "aber wir haben es nicht bekommen". Die Gemeinde sei aber auch nicht bereit "jeden Mondpreis zu zahlen", betonte Lauszat. Gemeinderat Florian Riegel (parteifrei) bezeichnete den jetzigen Beschluss als den "einzig richtigen", dies sei "ein klares Argument, dass diese Fläche nicht zu vergolden ist". Er hoffe, dass es für den Verein doch noch klappe. Dessen Vorstand ist nun wieder etwas zuversichtlicher, auch nach dem Sommer auf dem Gelände bleiben zu können. "Die erfreuliche Entscheidung kommt zwar spät, es ist schon fünf vor zwölf", sagt Andreas Muschke, Zweiter Vorsitzender und Sprecher des Klubs. Doch blicke man jetzt nach vorne und hoffe doch noch auf eine Einigung mit dem Eigentümer.

370 Mitglieder zählt der TC derzeit, es seien noch alle dabei, aber neue wegen der fehlenden Perspektive nicht dazugewonnen worden. "Tennis spielt in Unterhaching nach wie vor eine große Rolle", sagt Muschke und verweist auf die vielen Spieler, die zwar nicht Vereinsmitglied seien, aber die Plätze auf der Anlage regelmäßig nutzten. Insbesondere die Halle sei ein wichtiges Kriterium, "davon gibt es in der Region zu wenige". Am kommenden Montag, 5. Februar, treffen sich die Mitglieder um 19.30 Uhr zur Jahreshauptversammlung in der Klubgaststätte. Dann wird man beraten, wie es weitergehen könnte.

© SZ vom 02.02.2018 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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