Unterföhring Theaterpreis für Anschi Prott

Die Unterföhringer Regisseurin Anschi Prott ist bei den Heidelberger Theatertagen für ihre Produktion "Name: Sophie Scholl" mit dem Theaterpreis "Puck" ausgezeichnet worden. Wie die Laudatorin Mladenka Doitchinov ausführte, hat die Inszenierung "ein vermeintlich abgelutschtes Thema wieder lebendig gemacht". Sie werde sich noch lange erinnern an die Intensität der Inszenierung. Acht deutschsprachige Produktionen waren von einer Fachjury nominiert worden, die Verantwortlichen stellten ihre Stücke vom 26. Oktober bis zum 3. November vor. Das Stück "Name: Sophie Scholl" stammt von der Autorin Rike Reiniger und wurde von Anschi Prott dramaturgisch überarbeitet. In einer parallelen Handlungsführung werden die Leben der historischen Sophie Scholl und einer Jurastudentin gleichen Namens im Heute miteinander verwoben.

Anschi Prott ist ausgebildete Schauspielerin und Theaterpädagogin sowie Gründerin von "tim - Theater ist mehr". Das jetzt ausgezeichnete Stück, in dem es um moralisches Rückgrat und innere Konflikte geht, ist weiterhin im Repertoire von "tim - Theater ist mehr" und wird sowohl in Bürgerhäusern als auch bei Schulveranstaltungen aufgeführt. Im Moment bereitet Prott im Auftrag der Gemeinde Unterföhring die zweite Inszenierung des Jungen Bürgerhauses vor: Das Familienstück "Der Wunschpunsch" von Michael Ende feiert im Januar Premiere im Bürgerhaus.