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Unterföhring:Parkscheibe wird Pflicht

Gemeinde verbannt Dauerparker aus Bürgerhaus-Tiefgarage

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Mit einer neuen Benutzungsordnung für die Tiefgarage unter dem Bürgerhaus will die Gemeinde Unterföhring künftig verhindern, dass Fremd- und Dauerparker eine Vielzahl der unterirdischen Stellplätze blockieren. Weil nun das Kulturprogramm im Bürgerhaus wieder anläuft, aber bei größeren Veranstaltungen oft alles zugeparkt ist, soll es eine Parkscheiben-Regelung geben. Fünf Stunden lang können dann die Autos kostenlos in der Tiefgarage stehen; wer überzieht oder die Parkscheibe nachstellt, dem droht eine Verwarngebühr in Höhe von 30 Euro. Der Jugend- und Kulturausschuss folgte dem Vorschlag von Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreien Wählerschaft, PWU), der Gemeinderat muss noch zustimmen. Vorerst soll die Regelung für ein Jahr gelten.

Seit Eröffnung des Unterföhringer Bürgerhauses vor zehn Jahren kann die Tiefgarage kostenlos von Besuchern der Kulturtermine und anderer Veranstaltungen genutzt werden, doch auch Fremde stellen dort ihr Auto unter - und das offenbar nicht zu knapp. Darunter sind laut Kemmelmeyer auch Leute, die ihren Wagen in Unterföhring stehen lassen, um dann mit der S-Bahn zum Flughafen zu fahren.

Überwacht werden soll der neue Parkscheiben-Modus in der Bürgerhausgarage von der kommunalen Parküberwachung. PWU-Gemeinderätin Simone Spratter war es wichtig, dass Mitglieder von Vereinen, die zum Beispiel den Saal für eine Veranstaltung herrichten, dann einen Schluck trinken und vernünftigerweise den Wagen bis zum nächsten Morgen stehen lassen, keinen Strafzettel bekommen. Daran sei gedacht, sagte der Bürgermeister. Ähnlich wie für Mitarbeiter der Gemeinde, deren Autos in der Tiefgarage stehen dürfen, soll es für sie Ausnahmen geben: Sie bekommen einen Parkausweis für den fraglichen Tag.

© SZ vom 07.10.2020

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