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Unterföhring:Kinderhaus wird umgebaut

Hort und Mittagsbetreuung ziehen aus, eine Krippe zieht ein

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Ursprünglich als Interimsbau gedacht, wird das Kinderhaus an der Straßäckerallee in Unterföhring nach Plänen der Kommune in Zukunft eine weitreichende Rolle in der Versorgung mit Betreuungsmöglichkeiten einnehmen: Nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderats wird das für Hort und Mittagsbetreuung sowie zwei Kindergartengruppen in Modulbauweise errichtete Gebäude im Inneren komplett umgestaltet - zu einer integrativen Tagesstätte mit Krippe und Kindergarten. Jeweils vier Gruppen sollen dann dort ein Domizil finden. Für den Umbau wird Unterföhring mehr als eine Million Euro in die Hand nehmen. Schon im Herbst sollen die ersten Kinder in neuem Ambiente betreut werden.

Bis es allerdings soweit ist, müssen die jetzigen Nutzer ausziehen. Wie Andrea Mahner, Sachgebietsleiterin im Rathaus, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats berichtete, werden die älteren Kinder aus sechs Hort-und vier Mittagsbetreuungs-gruppen schon im Mai im fertigen Gebäude auf dem Schulcampus einen festen Platz finden. Die Kindergartenkinder bleiben an der Straßäckerallee, ebenso vorerst drei Gruppen der Mittagsbetreuung, bis die neuen Räume am Standort der alten Grundschule an der Bahnhofstraße errichtet sind. Laut Bauamtschef Lothar Kapfenberger wird für das Projekt dort gerade das Planerteam zusammengestellt.

Die frei werdenden Kapazitäten an der Straßäckerallee werden von September an von den 18 Krippenkindern aus der Föhringer Allee 13 belegt, deren bisherige Heimstatt mittelfristig dem neuen Rathaus in der Ortsmitte weichen muss. Später sollen Krippengruppen aus dem Kinderhaus am Römerweg folgen, deren Quartier im Norden der Gemeinde neu gebaut wird.

Nicht nur im Inneren der Module muss kräftig Hand angelegt werden, auch die Außenanlagen brauchen ein Update. So sollen neue Spielgeräte angeschafft werden, die sich auch für Integrationskinder eignen. Im Erdgeschoss sind Terrassen geplant, der große Garten rund um das Haus soll den Kindern viel Auslauf bieten, wie der von der Gemeinde beauftragte Architekt Ralf Hall in der jüngsten Sitzung der Lokalpolitiker sagte.

Unklar ist derzeit noch, wann die Betriebserlaubnis vom Kreisjugendamt kommt, in zwei bis drei Monaten dürfte laut Kapfenberger die Genehmigung vorliegen. Derweil muss die Gemeinde in dem Bereich den Flächennutzungsplan anpassen, denn das fragliche Areal ist nach den Worten von SPD-Gemeinderat Thomas Weingärtner noch immer für Wohnbebauung vorgesehen. Weil nun aber aus dem als Provisorium angelegten Kinderhaus eine feste Einrichtung wird, muss das Grundstück als Allgemeinfläche ausgewiesen werden.

© SZ vom 21.04.2021
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