UnterföhringLieber langsamer

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Die Gemeinde tritt einer bundesweiten Initiative für Tempolimits und weniger Verkehrslärm bei.

Von Irmengard Gnau, Unterföhring

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Die Gemeinde Unterföhring tritt der Initiative "Lebenswerte Städte und Gemeinden durch angepasste Geschwindigkeiten" bei, der bundesweit bereits 640 Kommunen angehören. Auch im Landkreis München gibt es bereits einige Vorbilder, darunter die Gemeinden Pullach, Feldkirchen, Baierbrunn oder Neuried sowie die Stadt Garching.

Ziel der Initiative ist es, die Lebensqualität in den Ortschaften zu verbessern - und zwar hauptsächlich, indem die Kommunen mehr Entscheidungsspielraum dabei erhalten, wie sie die Geschwindigkeitsvorschriften auf ihren innerörtlichen Straßen gestalten. Dabei sind sie bislang per Bundesgesetz eingeschränkt, etwa wenn es sich bei Durchgangsstraßen um Kreis- oder Staatsstraßen handelt. Geringere Geschwindigkeit aber bedeute weniger Lärm, weniger Abgase und nachweislich weniger Verkehrstote, wirbt Grünen-Gemeinderat Johannes Mecke.

Die Forderung nach Tempo 30 auf der Münchner Straße stößt auf Skepsis

Diese Argumente verfingen bei der Mehrzahl der Unterföhringer Gemeinderäte und sie folgten dem Antrag der Grünen-Fraktion für einen Beitritt. Die Gemeinde wird im Zuge dessen zunächst einen Lärmaktionsplan für das gesamte Ortsgebiet aufstellen, um mögliche neuralgische Punkte ausfindig zu machen und diese dann möglichst zu entschärfen. Skepsis weckte bei einigen Kommunalpolitikern allerdings eine Forderung, die die Grünen mit dem Beitritt verknüpften: das Ziel, die Geschwindigkeit auf der Münchner Straße auf der gesamten Länge auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren.

Dies würde eher dazu führen, dass der Verkehr schlechter aus Unterföhring abfließe, fürchtet Johann Zehetmair (PWU). Mit Tempo 30 könnte es für Autofahrer schwierig werden, Radler auf der Ortsdurchfahrt zu überholen, was wiederum Staus fördern könnte, argumentierte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU). In Summe wurde der Antrag gleichwohl mit einer Mehrheit von 16 zu neun Stimmen angenommen.

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