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Unterföhring:Großeinsatz an der Isar

Rettungsdienst und Feuerwehr am Mittwochabend auf der Isarbrücke.

(Foto: Privat)

Rettungskräfte suchen nach vermisstem Mädchen

Wenn bei der Polizei ein Notruf eingeht, dass eine Person in die Isar oder den Isarkanal gefallen sein könnte, muss alles ganz schnell gehen. So geschehen am Mittwochabend im Norden von München, als die Schnelleinsatzgruppen der Kreiswasserwacht München die Alarmmeldung erreicht, wonach eine 16-Jährige an der Isar von ihrem Bruder als vermisst gemeldet worden ist. Weil das Mädchen zuletzt in der Isar auf Höhe des Englischen Gartens gesehen worden war und unklar ist, ob es in Isar oder Kanal abgetrieben ist, macht sich ein Großaufgebot von Helfern auf den Weg in Richtung Unterföhring.

Mit Blaulicht und Martinshorn sind zahlreiche Fahrzeuge im Feierabendverkehr unterwegs. Die Sirenen sind vor allem im südlichen Bereich der Gemeinde deutlich zu hören, dazu gesellt sich nach kurzer Zeit der Rotorenlärm von tief fliegenden Hubschraubern. Die beiden Einsatzgruppen der Wasserwacht und ihr Einsatzleitwagen sind gemeinsam mit zahlreichen Kollegen von Feuerwehr, Polizei, der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie dem Rettungsdienst auf der Suche nach der jungen Frau.

Die Besatzungen von zwei Helikoptern halten flussabwärts an Kanal und Isar Ausschau nach der Jugendlichen. Die Hubschrauber fliegen langsam ein paar Kilometer flussabwärts, während die Einsatzkräfte der Wasserwacht die nächsten Brücken sichern, um schnell helfen zu können, sollte die Vermisste dorthin abgetrieben werden; auch diverse Taucher warten einsatzbereit am Wasser, wie die Wasserwacht berichtet.

Nach gut einer Dreiviertelstunde ist der Einsatz beendet, mit einem glücklichen Ausgang: Das vermisste Mädchen ist nach Angaben der Wasserwacht wohlbehalten und unverletzt an Land von der Polizei gefunden worden. Die Helfer können wieder abziehen. In Unterföhring kehrt an diesem Abend, an dem viele befürchten, dass etwas Schlimmes passiert sein könnte, wieder Ruhe ein.