Unterföhring Frisch gestrichene Gefahrenstelle

Jean-Patrick Donzey fürchtet, dass sich insbesondere Kinder an der Leitplanke verletzen könnten.

(Foto: Jean-Patrick Donzey)

Ein Münchner weist die Behörden auf scharfe Spitzen einer Leitplanke hin - die Folgen sind merkwürdig

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Manchmal reicht ein neuer Anstrich nicht, um Mängel zu übertünchen. Davon ist jedenfalls Jean-Patrick Donzey aus Englschalking überzeugt. Es geht um die im Sommer sanierte Brücke über die Kreisstraße M 3 bei Unterföhring und deren neue Leitplanke. Diese stellt laut Donzey wegen scharfer Metallspitzen eine Gefahr für die zahlreichen Fußgänger, Jogger und Radfahrer dar - und birgt vor allem für Kinder ein Risiko, da sich die nicht entgrateten Stellen in deren Kopfhöhe befinden. Donzey hatte darauf bereits im Oktober in einem Schreiben an die Gemeinde Unterföhring hingewiesen. Diese leitete die Beobachtungen an das zuständige staatliche Bauamt weiter, mit der Bitte um Bearbeitung.

Doch anstatt die mögliche Verletzungsquelle zu beseitigen, indem zum Beispiel die Spitzen abgerundet werden, hat die vom Bauamt beauftragte Firma die Metallspitzen nach Angaben Donzeys lediglich mit grauer Farbe übermalt. Und das, obwohl die Straßenbaubehörde darum gebeten hatte, "die Pfosten der Schutzplanke, insbesondere im Bereich des Geh- und Radweges, zu entgraten", wie sie Donzey mitteilte.

"Rot als Signalfarbe hätte ich noch halbwegs verstanden", schreibt der Münchner lakonisch. "Ob diese Maßnahme allerdings einen geeigneten Schutz bietet, möchte ich bezweifeln." Er hat sich erneut an die Gemeinde Unterföhring und das staatliche Bauamt gewandt - in der Hoffnung, dass der Mangel jetzt wirklich schnell behoben wird.

Die fragliche Strecke ist bei Fahrradfahrern und Fußgängern beliebt, weil sie eine passable Wegeverbindung zwischen München und dem Feringasee in Unterföhring darstellt. Bei viel Verkehr auf der Brücke ist die Gefahr groß, dass jemand gegen die Leitplanke gedrückt wird und sich an den scharfen Metallspitzen verletzten könnte. Das staatliche Bauamt war für eine Stellungnahme am Donnerstag nicht zu erreichen.