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Unterföhring:FC übernimmt Sportheim

Unterföhringer Gaststätte soll künftig reines Vereinsheim sein

Kicker als Gastronomen: Der FC Unterföhring will das Sportheim an der Bergstraße übernehmen. Nach Auffassung des Gemeinderates steht diesen Plänen nichts im Wege. Bereits Ende Dezember habe es erste Gespräche im Rathaus gegeben, informierte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreie Wählerschaft, PWU) das Gremium in der jüngsten Sitzung. Ein Antrag des FCU in der Angelegenheit ging dann Ende März ein - mitten in der Corona-Zeit. Am 31. Mai endete darüber hinaus das Pachtverhältnis mit der Ayinger Brauerei, zwischenzeitlich wurde der Antrag der Fußballer konkretisiert.

Die Übernahme soll frühestens zum 1. August erfolgen, vorausgesetzt, das Pandemie-Geschehen lässt dies zu. Der Fußballverein muss 500 Euro pro Monat an die Gemeinde bezahlen - als Aufwandsentschädigung für die Nutzung der Gaststätte, die als reines Vereinsheim geführt werden soll. So wird die Kommune für die Reinigung der Toiletten und aller anderen Räume der Liegenschaft zuständig sein, während der FCU Küche, Gastraum, Terrasse und den Anbau putzen muss.

Das Vereinsheim an der Bergstraße soll keine öffentliche Gaststätte werden. Das Haus soll laut Überlegungen des FCU deshalb nur während des Trainings- und Spielbetriebs geöffnet sein, und zwar montags bis donnerstags zwischen 17 und 23 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 20 Uhr sowie am Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr. Sogenannte Paten hat der Fußballclub bereits gefunden: Getränke wird eine Brauerei liefern, Walter Schmid, der Seniorchef der Unterföhringer Gaststätte Neuwirt, soll am Herd stehen, und Vereinsmitglieder übernehmen Bewirtung und Service.

Wenn es nach dem Verein geht, dann sollten nach der Übernahme die obligatorischen Weihnachtsfeiern und Hauptversammlungen ausschließlich im Vereinsheim stattfinden, der Anbau könnte als Saal für Geburtstagsfeste für Mitglieder oder Silvester- und Faschingsbälle zur Verfügung stehen. Die Nutzung des ebenerdigen Anbaus wird auf Geheiß des Rathauses allerdings ausschließlich durch die Gemeinde geregelt, etwa bei einer Vermietung an Dritte. Es gelten laut Verwaltung die bestehenden Konditionen: Zu bezahlen sind 70 Euro pro Tag. Der Dom, also der Raum gegenüber dem Eingang zum Vereinsheim, dient dem Trainings- und Ligabetrieb der Dartspieler, einer Sparte im FCU.

© SZ vom 25.06.2020

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