bedeckt München 14°

Unterföhring:Ende der Tristesse

Ein Ort zum Verweilen soll der Wirtsgarten der Bürgerhausgaststätte werden. Simulation: Gemeinde Unterföhring

Vorplatz und Wirtsgarten am Unterföhringer Bürgerhaus sollen schöner werden

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Einladend und grün: So sollen der Vorplatz und der Wirtsgarten an der seit dem Weggang von Pächter Manolis Kugiumutzis Ende Dezember verwaisten Gaststätte im Unterföhringer Bürgerhaus einmal aussehen. Dass der Bereich rund um das Kulturzentrum umgestaltet werden muss, darüber besteht bei den Lokalpolitikern seit Langem Einigkeit. Für den tristen Vorplatz sind Sitzinseln samt Bäumen geplant, die Außenterrasse des Lokals braucht eine umfassende Schönheitskur. Die Entwürfe dafür stammen von den Landschaftsarchitekten Zuckschwert und Martin aus Freising. Starten sollen die Umbauten im Herbst.

Peter Martin präsentierte die Pläne in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, und dieser war von den Ideen durchaus angetan. Als Erstes sollen der unschöne Kunststoffbelag entfernt und die Spielgeräte an der Südseite in eine eigene Spielecke versetzt werden, damit der künftige Wirt das sonnige Plätzchen für seine Gäste bestuhlen kann. Außerdem rät Martin zum Austausch der beiden Bäume: Anstelle von Gleditschien könnten rosa blühende Rosskastanien Schatten spenden und mehr Biergartenflair versprühen. Der Zugang zum Wirtsgarten wird barrierefrei und zum Gehweg hin wird Rasen angesät, die provisorische Eingrünung mit Pflanztrögen weicht einer Hecke. Dies Hainbuchen sollen sich mit Fontänen aus den reparaturbedürftigen Wassersprudlern abwechseln, so Martin.

Ob der Wasserdruck reicht, um die Sprinkler, wie vom Architekten angedacht, auf eine Höhe von einem Meter oder mehr zu bringen, wurde angezweifelt. Nach Einschätzung von Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger muss die Anlage wohl komplett erneuert und mit einer eigenen Pumpe versehen werden, um ein solches Ergebnis zu erzielen. Der sogenannte Wasservorhang ist seit zehn Jahren das Sorgenkind am Bürgerhaus. Von Anfang an sei die Konstruktion fehleranfällig gewesen und hat bereits die Gerichte beschäftigt, weil ein Zusammenspiel der Düsen mit dem Wassertisch vor dem Eingang nicht möglich gewesen ist. Ein Fachplaner untersucht laut Kapfenberger derzeit, wie die Sprudler störungsfrei in Gang gesetzt werden könnten. In der Kostenschätzung für die Umgestaltung des Wirtsgartens in Höhe von 343 000 Euro ist der Austausch der Fontänen nicht enthalten. Unterföhring wird dafür noch einmal einen sechsstelligen Betrag investieren müssen.

© SZ vom 27.02.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema