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Unterföhring:Durchfahrverbot für Lastwagen

Unterföhring: die beengte Situation in der Aschheimer Straße auf Höhe des Einheimischen-Modells

Auf der Aschheimer Straße in Unterföhring geht es teilweise recht beengt zu.

(Foto: Florian Peljak)

Anwohner der Aschheimer Straße sollen entlastet werden

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Die Anwohner der Aschheimer Straße im Norden von Unterföhring leiden seit Jahren unter dem Schwerlastverkehr und befürchten, dass dieser durch den Umzug des Bauhofs an seinen neuen Standort noch zunehmen wird. Jetzt soll ein Durchfahrverbot Abhilfe schaffen.

Zahlreiche Lastwagen fahren tagein, tagaus zur Klär- und zur Kompostieranlage sowie zum Wertstoffhof oder sie transportieren Material von und zu Baustellen. Vor allem für die vielen Kinder, die in dem Bereich wohnen, in der dortigen Kita betreut werden oder den großen Abenteuerspielplatz an der Aschheimer Straße besuchen, stellen die Transporter nach Ansicht der Anwohner eine Gefahr dar. Nicht zuletzt deshalb, weil sich offenbar zahlreiche der Fahrer nicht an das vorgeschriebene Tempolimit von 30 Stundenkilometern halten.

Im Namen der Anlieger machte sich Peter Lorenz unlängst in der Bürgerversammlung für ein Durchfahrtsverbot stark, und zwar zwischen dem Römerweg und der Birkenhofstraße. Die Lastwagen über 3,5 Tonnen sollten den Etzweg nutzen können, der normalerweise für den Verkehr gesperrt ist. Bereits jetzt sei die Belastung für die Anwohner hoch, sagte er. Wenn erst einmal der neue Bauhof fertig ist, dürfte der Durchgangsverkehr noch weiter zunehmen, beklagen die Anwohner.

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreie Wählerschaft, PWU) unterstützt den Antrag. Er sicherte zu, dass für eine Testphase von einem Jahr ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen über 3,5 Tonnen erlassen werden kann. Weil aber die örtlichen Bauern zu ihren Feldern kommen müssen, soll es eine Ausnahmegenehmigung geben - für den landwirtschaftlichen Verkehr und Fahrzeuge zur Kompostieranlage. Gelten soll dieses in beiden Richtungen zwischen der Einmündung Römerweg und der Einmündung von Birkenhofstraße und Etzweg.

In der Vergangenheit ist am Ort stets über eine Sperrung der Aschheimer Straße zwischen Blumenstraße und Römerweg diskutiert worden. Diese aber hätte bedeutet, dass auch Möbelwagen, Getränkelastwagen und sonstige Anlieferer mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen nicht mehr in die Aschheimer Straße fahren dürften. Durch die neue Lösung stellt sich dieses Problem nicht mehr. Schwerlasttransporte, Fahrzeuge zum Wertstoffhof und zur Kläranlage sollen mit Ausnahmegenehmigung an der Geovol-Zentrale vorbei über den Etzweg geführt werden.

© SZ vom 10.11.2020

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