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Unterföhring:Das Kreuz mit dem Kreisel

Die Kommune tut sich schwer mit der Neuordnung des Verkehrs

Nun hängt alles am staatlichen Bauamt: Der Unterföhringer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, zur Entflechtung der Verkehrsströme auf der Kreisstraße M 3 den Kreisverkehr umfangreich umgestalten zu lassen - unter folgenden Maßgaben: Das Projekt soll ohne zusätzliche Grundstücksankäufe auskommen und der Kreisel soll um je einen Bypass in Richtung Osten und Westen ergänzt werden, um den Verkehr aus und nach München besser zu kanalisieren.

Bereits im April des vergangenen Jahres hatten sich die Kommunalpolitiker mehrheitlich für einen Umbau des großen Kreisverkehrs an der Dieselstraße ausgesprochen, mussten das Paket aber noch einmal aufschnüren. Hintergrund war ein Antrag der CSU-Fraktion, die Planungen zu modifizieren, um so die Größe des bestehenden Kreisels auszunutzen, ohne weitere Flächen kaufen und versiegeln zu müssen. Als Beispiel hatten die Christsozialen einen vergleichbaren Kreisverkehr in Traunstein ins Feld geführt und gebeten, in ähnlicher Weise zu verfahren. Zu diesem Zweck sollte eine Simulation für das Traunsteiner Modell auf Unterföhringer Flur erstellt und die Kosten geschätzt werden.

Beides liegt nun vor: Die Baukosten für den Kreisel nach Traunsteiner Vorbild würden circa 545 000 Euro kosten und damit 20 000 Euro weniger als die ursprüngliche Planung. Allerdings lehnt das staatliche Bauamt die Variante ab. "Eine grundlegende Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch die Planungsvorschläge der CSU-Fraktion ist nicht zu erwarten", heißt es. Auch in Sachen Verkehrssicherheit sieht die Behörde Risiken, zum Beispiel wegen zu kurzer Einfädelspuren

Vor allem morgens und am Spätnachmittag stehen die Autos am Kreisverkehr Dieselstraße/M 3 dicht an dicht. Zur Ertüchtigung hatte der Gemeinderat auf Basis von Verkehrszählungen, Gutachten sowie Expertenanhörungen beschlossen, die einzelnen Knotenpunkte und Streckenabschnitte zu optimieren.