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Unterföhring:Betina Mäusel verzichtet auf Gemeinderatssitz

Den Schritt hat sie schweren Herzens gemacht: Betina Mäusel (CSU), sechs Jahre lang Zweite Bürgermeisterin in Unterföhring, wird dem neuen Gemeinderat nicht angehören. Mitte April hat die 50-Jährige bekanntgegeben, dass sie ihr bereits angenommenes Mandat aus persönlichen Gründen niederlegen möchte. Der Wahlausschuss hat ihrem Wunsch entsprochen. Mäusel hatte mit 1771 Kreuzchen die zweitmeisten Stimmen aller Kandidatinnen und Kandidaten geholt. Ihre Nachfolgerin ist Marianne Rader als erste Nachrückerin auf der CSU-Liste.

Ausschlaggebend für ihren Entschluss sei vor allem ihre Tätigkeit als Direktorin des neuen Unterföhringer Gymnasiums gewesen, sagt Mäusel. "Ich möchte meine hundertprozentige Aufmerksamkeit der Schule widmen." Dabei habe ihr die Kommunalpolitik immer große Freude bereitet, versichert sie. Angesichts der Herausforderung, die auf sie als Leiterin des Gymnasiums wartete, sei ihre Entscheidung nun aber in diese Richtung gefallen. Der CSU will Mäusel allerdings auf jeden Fall erhalten bleiben - ob sie weiterhin als Ortsvorsitzende arbeiten wird, ist noch nicht entschieden. Coronabedingt hätten die zuständigen Gremien noch nicht tagen können. Ebenso wenig habe es bislang die Gelegenheit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem schlechten Abschneiden der CSU bei der Kommunalwahl im März gegeben. Bürgermeisterkandidat Manfred Axenbeck musste sich mit 8,6 Prozent der Stimmen zufriedengeben, die CSU verlor zwei Sitze im Gemeinderat.

© SZ vom 05.05.2020 / sab

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