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Unnterföhring:Keine Angst vor der Digitalisierung

Knapp 200 Firmenvertreter sind am Mittwochabend ins Bürgerhaus zum Wirtschaftsgespräch der Gemeinde gekommen.

(Foto: Gemeinde Unterföhring)

Innovations-Coach Marko Prislin rät den versammelten Unternehmern beim Unterföhringer Wirtschaftsgespräch, die technischen Neuerungen anzunehmen: "Je mehr man sich damit auseinandersetzt, desto besser wird es"

Im Handelsregister sind für Unterföhring insgesamt 2131 Einträge gelistet - vom Weltkonzern über mittelständische Unternehmen bis zum Kleinstbetrieb, in dem die Chefin oder der Chef alles selber macht, ist alles dabei. Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreie Wählerschaft) im Mai 2014 findet immer im November ein Wirtschaftsgespräch statt, zu dem all diese Geschäftsleute eingeladen sind, um Wissenswertes über die Gemeinde zu erfahren und um Kontakte untereinander zu knüpfen.

Am Mittwochabend ist es wieder soweit gewesen: Knapp 200 Firmenvertreter haben sich im Bürgerhaus eingefunden, um zunächst bei einem Aperitiv im Foyer zu plaudern und sich an Ständen von örtlichen Vereinen zu informieren, ehe sie danach im Saal Neuigkeiten aus der Lokalpolitik hören können. Traditionell laden sich die Unterföhringer für den Abend einen externen Redner ein, und auch Stefan Schnabel, Vorsitzender des Gewerbevereins, hat die Gelegenheit, ein paar Worte an die Gäste zu richten. Er macht beim Wirtschaftsgespräch vor allem für die nächste Gewerbeschau in der Kommune Werbung, wenn sich Ende Juni wieder lokale Firmen und Betriebe präsentieren können.

Hauptredner ist an diesem Abend Marko Prislin. Er ist Trainer und Coach in den Bereichen Innovationskultur, Agiles Management sowie Digital Leadership und Manager bei der Brainbirds GmbH, die bundesweit Standorte hat und Seminare anbietet für Firmen und Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Unterföhringer Bürgerhaus spricht er über das aktuelle Thema Digitalisierung - mit dem Ziel, die im Publikum sitzenden Menschen zu motivieren, damit diese sich aktiv und positiv der neuen Welt des Arbeitens stellen können.

"Agilität beginnt im Kopf" - so ist sein Vortrag überschrieben, und darin geht es in erster Linie darum, den Leuten die oft tief sitzende Angst vor der Digitalisierung zu nehmen. "Heute ist der langsamste Tag, den Sie erleben werden", ruft er von der Bühne ins Publikum und appelliert an seine Zuhörer, die digitale Veränderung im Privaten wie im Arbeitsleben anzunehmen. "Je mehr man sich damit auseinandersetzt, umso besser wird es", sagt Prislin und wirbt dafür, offen auf Menschen und auf die Neuerungen zuzugehen.

Ja, die Arbeitswelt verändere sich enorm schnell, und das mache so manchem Angst, sagt der Referent. Dennoch sei der Wandel nicht mehr aufzuhalten. Gerade als Unternehmer - ob in einer großen Firma oder in einer kleinen, in Verwaltungen und Rathäusern - lohne es sich, die Digitalisierung anzunehmen und diese mitzugehen. "Sie geht nicht mehr weg", sagt Prislin. Dennoch rät er den versammelten Firmenvertretern, die notwendigen Veränderungen der Arbeitswelt und der Unternehmensstruktur in kleinen Schritten zu vollziehen. Klassisches und kreatives Arbeiten schließen sich nicht aus, beides gemeinsam bringt den Erfolg.