Mehr als 440 Offiziersanwärterinnen und Offiziersanwärter sind an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg zum Leutnant oder Leutnant zur See befördert worden. Bei einem feierlichen Appell unterstrich die Präsidentin der Bundeswehr-Uni, Eva-Maria Kern, die Bedeutung der „Bürgerinnen und Bürger in Uniform“ für die Gesellschaft. Sie nähmen eine wichtige Rolle ein, gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen.
Die jungen Offiziere fungierten „als Brückenbauer zwischen der zivilen und militärischen Welt“, sagte Kern laut einer Pressemitteilung der Universität und ermunterte die erfolgreichen Studentinnen und Studenten, offenzubleiben und über den Tellerrand hinaus zu denken. Oberst Matthias Henkelmann, der Leiter des Studierendenbereichs, betonte bei der Feierstunde demnach, dass die beförderten Frauen und Männer fortan die Zukunft der Streitkräfte gestalteten, was angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen eine gewichtige Aufgabe sei.
Nils Hilmer, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, hob in seiner Ansprache die besondere Rolle der in diesem Jahr beförderten Soldatinnen und Soldaten hervor. Große Teile von ihnen hätten ihren Dienst in der Bundeswehr unmittelbar nach dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine angetreten – „in einer Zeit also voller Unsicherheit und neuer Realitäten“. Deshalb habe der Entschluss, „sich der Verteidigung unseres Landes zu verpflichten, ein ganz besonderes Gewicht“. Freiheit sei kein Geschenk und müsse verteidigt werden, so der Staatssekretär.

