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Umweltschutz:Aufmerksam unterwegs

Landkreis zeichnet das Projekt "Plastikpaten" aus

Für ihr Projekt "Plastikpaten" hat das Landratsamt Dorit Zimmermann aus Neuried und Hildburg Kraemer aus Gräfelfing ausgezeichnet. Im Oktober hatte der Ausschuss für "Energiewende, Landwirtschafts- und Umweltfragen" entschieden, welche Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für den Umweltschutz im Landkreis engagieren, geehrt werden. Coronabedingt müssen die persönlichen Glückwünsche in diesem Jahr entfallen. Mit einem Video-Porträt soll das Projekt der Öffentlichkeit präsentiert werden. Einen Fresskorb mit ökologischen Produkten aus der Region, einer goldenen Ehrennadel und eine Ehrenurkunde gab es für die Initiatorinnen der "Plastikpaten" trotz Pandemie.

Die Idee zu den "Plastikpaten" entstand im Sommer 2018 beim Bergwandern, als Zimmermann sich über achtlos weggeworfener Plastik- und Verpackungsmüll ärgerte. Bei dem Projekt übernehmen Teilnehmer freiwillig Verantwortung für die Umwelt. Sie entscheiden, wie groß das Gebiet oder die Strecke sein soll, die sie von Plastik- und Verpackungsmüll befreien möchten. Sie bestimmen, wann und wie oft sie den Abfall einsammeln. Überwacht werden sie dabei nicht. Der einzige Unterschied zum gänzlich unverbindlichen "Cleaning up" oder "Plogging" besteht darin, dass "Plastikpaten" sich für ein bestimmtes Gebiet zuständig erklären.

Wie die Initiatorinnen erläutern, entsteht aus der Verantwortung eine Verlässlichkeit. Diese sei wichtig, wenn man verhindern wolle, dass immer mehr Mikroplastik in den Boden und dann ins Grundwasser gelange. Seit Kurzem ist auch die Website fertig, auf der sich Interessierte unter www.plastikpaten.de über die Arbeit informieren und mittels eines Kontaktformulars neuer Plastikpate können.

© SZ vom 06.11.2020 / hilb
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