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Umweltbildung:Ein Bus für das Klima

Landrat Christoph Göbel (links) bei der Vorstellung des Klimabusses.

(Foto: Claus Schunk)

Der Kreisjugendring startet eine Info-Tour durch den Landkreis

Nichts ist faszinierender, als in eine komplexe Thematik selbst einzudringen und diese zu entschlüsseln. Daher ist der Kreisjugendring München-Land mit dem Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck auf die Idee eines Klimabusses gekommen, den man nun durch den Landkreis schickt. Im Gepäck hat der elektrobetriebene Bus jede Menge Experimente die zeigen, wie Energie entsteht und wie sie gespeichert wird.

Auf einem Fahrrad sind am Lenker zwei Glühbirnen angebracht. Durch kräftiges Strampeln wird so Energie produziert, Strom fließt und die Glühbirnen leuchten auf. Im Bus befindet sich außerdem ein Fahrradkino, das nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Durch das Treten in die Pedale wird Strom produziert, der den Film zum Laufen bringt. Am Dienstagnachmittag hat Landrat Christoph Göbel (CSU) bei der offiziellen Vorstellung im Innenhof des Landratsamtes am Mariahilfplatz mit vielen Gästen den neuen Bus in Augenschein genommen.

Julia Schuster wird gemeinsam mit ihren Kolleginnen Birgit Meyer und Christina Müller die Aufklärungsarbeit übernehmen. "Dabei geht es uns nicht darum, Schüler oder andere Interessierte mit einem stundenlangen Vortrag zu belehren, sondern sie zum Mitmachen und Nachdenken anzuregen", sagte Schuster bei der Vorstellung. Die erste Station des Busses wird das Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching sein. Dann können die Schüler die Klimaexperimente auf dem Schulhof ausprobieren und darüber diskutieren. Auch eigene Ideen für weitere Projekte können dort besprochen werden. Interessierte Schulen und Gemeinden sollen sich an den Kreisjugendring wenden. Neben dem ersten Stopp in wenigen Wochen sind weitere Stationen schon fest eingeplant.

Dabei macht der Klimabus nicht nur an Schulen, sondern auch auf Marktplätzen und vor Gemeindezentren halt. "Viele würden nicht von alleine kommen um etwas über das Klima zu lernen", sagte Birgit Meyer. Julia Schuster verglich den Klimabus mit einem Schweizer Taschenmesser, mit Wiedererkennungswert und individuellem Design. Sie hofft, dass sich viele Schulen und Gemeinden beim Kreisjugendring melden, um den Klimabus zu sich zu holen.