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Taufkirchen/Unterhaching:Nachbarschaftshilfen wollen fusionieren

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Die Nachbarschaftshilfen in Taufkirchen und Unterhaching streben eine Fusion an. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben 50 Anwesende der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen Verhandlungen darüber zugestimmt. Der Zusammenschluss der beiden Organisationen soll bis Herbst 2022 vollzogen sein. Hintergrund ist einer Mitteilung der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen zufolge der wachsende Druck zur Professionalisierung. Laut Vorsitzender Gabriele Eggers gehe der Vorstand jetzt "mit breiter Rückendeckung der Mitglieder an die Arbeit", um den Verschmelzungsvertrag auszuarbeiten.

Nicht zuletzt soll die Nachbarschaftshilfe Unterhaching von dem neuen Bündnis profitieren. Wie es im Bericht heißt, bestehe bei dieser vor allem im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen Nachholbedarf, weil dort bis dato auf rein ehrenamtlicher Basis Hilfen vermittelt würden, die dann aber nicht über die Kranken- beziehungsweise Pflegekassen abgerechnet werden könnten. Auch werde es immer schwieriger, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden und neue Angebote zu entwickeln. Durch die Fusion könne auf viel Know-how der Taufkirchner für die notwendigen Schritte der Professionalisierung zurückgegriffen werden. "Denn in Taufkirchen wird bereits seit 20 Jahren so gearbeitet", teilt die Nachbarschaftshilfe mit.

Die Taufkirchner sind bereits in Unterhaching aktiv, wo sie seit mehr als zehn Jahren die Tageseltern für die Gemeinde vermitteln und seit diesem Jahr einen Ersatzbetreuungsstützpunkt betreiben. Zudem gibt es gemeindeübergreifende Angebote wie den Familienstützpunkt und die Service- und Beratungsstelle für ältere Menschen. Die Ehrenvorsitzende und Mitinitiatorin der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen, Marianne Boegner, hob auf der Versammlung hervor, dass man mit Unterhaching traditionell gut zusammenarbeite. "Von Anfang an haben die Nachbarschaftshilfen seit ihren Gründungen zusammengehalten, sich getroffen und sich gegenseitig unterstützt." Jetzt gelte es, miteinander an den sozialen Problemen zu arbeiten.

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Quelle:
SZ vom 12.11.2021 / SZ
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