Weil unter der Traglufthalle seiner Tennisanlage eine Gashochdruckleitung verläuft, muss der SV-DJK Taufkirchen diese Saison auf den Aufbau des mobilen Wetterschutzes verzichten. Im kommenden Jahr soll die Leitung verlegt werden, was Kosten in Höhe von 140 000 Euro verursachen wird. Knapp zwei Drittel davon übernimmt die Gemeinde, wie der Gemeinderat nun beschlossen hat. Etwa 50 000 Euro muss derweil der Sportverein beisteuern, „was für uns schon eine finanzielle Belastung ist“, sagt Präsident Michael Schaub.
2019 hatte der SV-DJK die Traglufthalle erstmals errichtet, um damit das Tennisspielen auf den darunterliegenden Plätzen auch in den kalten Monaten zu ermöglichen. Diese Investition habe sich gelohnt, die Nachfrage sei vorhanden, sagt Schaub. Als jedoch auf dem Nachbargrundstück gebaut wurde, wurde bekannt, dass unter der Traglufthalle eine Gashochdruckleitung verläuft, die nach Angaben der Stadtwerke München (SWM) nicht überbaut werden darf. Verein und Gemeinde standen daraufhin vor der Wahl, das temporäre Bauwerk zu verkleinern, was etwa 200 000 Euro gekostet hätte, oder die Gasleitung umzuverlegen. Der Gemeinderat entschied sich für Zweiteres, was die SWM wegen der hohen Auslastung aber nicht mehr dieses Jahr umsetzen können. Daher werde der Verein die Halle in dieser Wintersaison nicht aufbauen, sagt Schaub. Die Arbeiten an der Leitung sollen dann im Frühjahr 2026 beginnen.

