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Taufkirchen:Taufkirchen fühlt sich im Kreis nicht vertreten

Der Mobilitätsausschuss des Kreistags hat über die geplante Verlängerung der U 5 bis nach Taufkirchen diskutiert - allein aus dieser Gemeinde war bei der Debatte niemand zugegen. "Das erweckt ein bisschen den Eindruck, als würde man sich dafür nicht interessieren", kritisierte Peter Hofbauer von den Freien Wählern (FW) im Gemeinderat. Dabei würde nicht nur die im Ausschuss diskutierte Seilbahn über Taufkirchner Flur verlaufen, sondern dort liege auch der derzeit favorisierte Standort für eine Endhaltestelle, nämlich das sogenannte Parallelogramm, betonte Hofbauer. Den Einwand von Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei), er sei zur Zeit der Ausschusssitzung im Urlaub gewesen, ließ der FW-Gemeinderat nicht gelten. "Von der Verwaltung kann man da durchaus einen abstellen, der dort hingeht und sich das anhört", befand Hofbauer. Derweil benannte Ullrich Sander als "grundlegendes Problem, dass wir keinen einzigen Vertreter aus Taufkirchen in den Kreisgremien haben". Und mit Blick auf seinen Ottobrunner Amtskollegen Thomas Loderer (CSU) ergänzte der Rathauschef: "Herr Loderer nimmt seine Stellung im Mobilitätsausschuss sehr aktiv war - auch um gegen die Interessen von Taufkirchen zu sprechen". Generell werde in dem Gremium "viel über uns gesprochen", so Sander, "anstatt mit uns zu reden".

© SZ vom 02.07.2020 / stä

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